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Durch den Terror des IS im Juli/August 2014/15 und in den Folgejahren wurden rund 750.000 Menschen aus der Ninive-Ebene im Nordirak vertrieben und flohen in das relativ sichere kurdische Autonomiegebiet. Mittlerweile sind zahlreiche Familien wieder in ihre befreiten Heimatdörfer zurückgekehrt. Diejenigen, denen eine Rückkehr in absehbarer Zeit nicht möglich ist, leben meist beengt in notdürftigen Unterkünften und in angespannten Familien-Verhältnissen, in denen Kinder leicht Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Um diesen Kindern einen sicheren Raum zu geben und für ihre Bildung zu sorgen, hat CAPNI drei Zentren eingerichtet. Hier erhalten Kinder Nachhilfe und ein breites Angebot an Freizeitaktivitäten. Eltern werden im Schutz der Kinder und Kinderrechten geschult.

 

Irak, CAPNI

"Wir haben ein Internet-System eingerichtet"

Statement vom 18. Mai 2020

„Beim Übergang von Aktivitäten in den Zentren zu Online-Alternativen haben wir uns darauf konzentriert, so viel wie möglich in die verfügbaren Kommunikationsmittel zu investieren, wie z.b. in WhatsApp-Gruppen. Damit kontaktieren wir Eltern, um auf aktuellem Stand zu bleiben, was die Situation der Kinder und Familien betrifft, um auf Bedürfnisse oder Einzelfälle zu reagieren und um die Kinder bei verschiedenen Aktivitäten anleiten zu können. (…) Um diesen Online-Ansatz richtig und effektiv zu gestalten, braucht es stabiles Internet. In der Scharia-Region war das bislang nicht gewährleistet. Aus diesem Grund haben wir mit einem Telekommunikationsunternehmen ein gutes Internet-System eingerichtet. Das stellen wir so vielen Kinder wie möglich zur Verfügung, damit sie digitale Unterrichtsmaterialien erhalten können. (…). Außerdem versorgen wir unsere drei Zentren mit 165 Tablets, welche die Kinder leihweise nutzen können, damit sie auch dann am Online-Programm teilnehmen können, wenn sie zu Hause nicht die notwendige technische Ausstattung haben."

- Emanuel Youkhana, Geschäftsführer CAPNI

Coronavirus: So geht es den Kindern

„Ich vermisse meine Freunde"

Der Alltag hat sich für die Kinder in unseren Projekten weltweit aufgrund der Ausgangssperren stark verändert. Die Kinder dürfen weder in die Schule noch in die Projekte. Trotzdem muss es weitergehen.

Mehr dazu : „Ich vermisse meine Freunde"

Die Dominikanische Republik liegt im Ostteil der Insel Hispaniola in der Karibik (Große Antillen). Im Land herrschen große Unterschiede zwischen der armen Bevölkerung und der reichen Oberschicht. Viele Kinder arbeiten, um zum Unterhalt der Familie beizutragen. Trotz Bildungsmaßnahmen verlassen viele Kinder frühzeitig die Schule. Wer eine geistige Behinderung hat, wird von staatlicher Seite kaum unterstützt. In den Schulen der Fundación Escuelita Rayo de Sol erhalten Kinder und junge Erwachsene mit geistiger Behinderung eine individuelle Förderung. Sie bekommen Hilfe beim Lernen, nehmen teil an kulturellen und sportlichen Aktivitäten. Zusätzlich werden sie arbeitstherapeutisch unterstützt und können mit dem Verkauf hergestellter Waren zur Versorgung der eigenen Familie beitragen. 

Dominikanische Republik, Fundación Escuelita Rayo de Sol

Austausch mit den Lehrkräften

Statement vom 12. Mai 2020

„Nachdem die Infektionsrate (…) stetig weiter steigt und das Schulministerium jetzt sogar davon spricht den herkömmlichen Schulbetrieb vor der Sommerpause nicht mehr aufzunehmen, sind wir froh, dass wir gemeinsam mit der Elternvertretung, etliche der Erziehungsberechtigten unserer Kinder dazu bewegen konnten sich wöchentlich mit den LehrerInnen ihrer Kinder zusammenzusetzen. Wer von den Eltern oder Kindern im Besitz eines funktionierenden oder sogar mit WhatsApp ausgestatteten Handys ist, mit dem kommunizieren die Lehrer dann täglich direkt. Bei den anderen findet der Kontakt so häufig wie möglich statt. Auf diese Weise können wir jetzt zwischen 80-90 % unserer Schülerinnen und Schüler beim Lernprozess unterstützen."

- Christel Lammers, Assistenz der Direktorin

Rund 260.000 Flüchtlinge leben nach Angaben der Regierung in Südafrika. Tausende davon sind Kinder. Viele von ihnen können keine staatliche Schule besuchen. Gründe dafür sind Sprachschwierigkeiten, Fremdenhass, Platzmangel oder fehlende finanzielle Mittel und Ausweisdokumente. Um ihnen trotzdem Bildung zu ermöglichen, hat das Sacred Heart College in Johannesburg die Schule Three2Six gegründet. Dort erhalten die Kinder Englisch- und Mathematikunterricht sowie Einheiten der Aggressionsbewältigung. Ziel ist es, die Kinder für den Eintritt in staatliche Schulen bestmöglich vorzubereiten. 

Südafrika, Three2Six

„Die Nahrungsmittelhilfe der Regierung hat diese Gemeinden nicht erreicht"

Statement vom 10. Mai 2020

„Die meisten Kinder im Projekt gehören zum Rand der Gesellschaft und sind schutzbedürftige Menschen aus armen Gemeinden. Darum hat unser Projekt schon immer ein Ernährungsprogramm angeboten. (…) Bedauerlicherweise hat der Lockdown dazu geführt, dass wir im Rahmen des Projekts keine Mahlzeiten anbieten konnten. (…) Die von der Regierung organisierte Nahrungsmittelhilfe hat diese ausgeschlossenen Gemeinden nicht erreicht, aber wir haben es geschafft, einen Teil des Geldes des täglichen Ernährungsprogramms für die Bereitstellung von Lebensmittelgutscheinen für Familien umzuleiten (…) Als die Eltern letzte Woche kamen, um Lebensmittelpakete abzuholen, erhielten sie auch alle Lernmaterialien der Kinder (…) Während eine Online-Unterrichtsoption in besser ausgestatteten Gemeinden möglich war, hatte kaum einer unserer Schüler zu Hause Zugang zu Computern und anderen Geräten und wir konnten aus der Ferne keine reguläre Schule betreiben.“

- Mark Potterton, Leiter Three2Six

Brasilien, IRESO

„Es ist enorm wichtig, dass wir uns online neu aufstellen“

Statement vom 23. April 2020

„Die Zahlen von (Corona-)Infizierten und Todesfällen schnellen weiterhin in die Höhe, und die Dunkelziffer ist groß. Gerade für die Favelas in Rio de Janeiro ist die Situation fatal (…) Mit der Schließung der Schulen und der Unmöglichkeit von Präsenztreffen wurden allerdings auch unsere Bildungsprojekte vor große Herausforderungen gestellt (…) Unser Team und unsere Jugendlichen haben in kürzester Zeit viel dazugelernt und sich neu erfunden, um ihre Aktivitäten in angepasster Form online weiterführen zu können. Die wöchentlichen Treffen der Gruppen finden nun in Form von Videokonferenzen über ZOOM statt (…) Keiner weiß, wie lange diese Situation noch andauern wird. Es ist enorm wichtig, dass wir uns online neu aufstellen und vernetzen.“

- Larissa Loderer, International Project Management IRESO

Viruserkrankungen, die durch Stechmücken übertragen werden (z.B. Dengue-Fieber), stellen ein hohes Gesundheitsrisiko in Brasilien dar. Der deutsche Verein IRESO unterstützt die vor Ort helfende Organisation REDES da Maré dabei, Kinder und Jugendliche in der Metropolregion Rio de Janeiro über diese Gefahr aufzuklären und als Multiplikatoren auszubilden. Diese nutzen Hausbesuche und Veranstaltungen, um die Menschen über die Verbreitungswege der Krankheiten zu informieren und in Vorsorgemaßnahmen zu schulen.  

Die Region Nord-Kivu im Osten des Kongo ist geprägt von Kriegen, Vertreibungen und einer ungewissen politischen Zukunft. Vor allem Kinder leiden unter der Situation. Ihr Lernen wird dadurch beeinträchtigt, sie entwickeln soziale Störungen und nicht selten sogar lebenslange Traumata. Das Programm Capacitar der Caritas Goma (Hauptstadt der Region) hilft den Kindern bei der Bewältigung, indem es praktische Übungen anbietet, wo eine fachliche psychologische Unterstützung für Einzelne aufgrund der hohen Anzahl an Betroffenen nicht möglich ist. 

Dem. Rep. Kongo, Caritas

"Wir hoffen gegen alle Hoffnung weiter"

Statement vom 16. April 2020

"Wir sind dankbar, dass unser Präsident schon am 19.3.20 den sanitären Notstand im ganzen Land deklarierte;  d.h. alle Schulen, Universitäten, Kirchen und Kultstätten vorerst bis zum 10. Mai vorbeugend schliessen mussten. (...) Wir hoffen gegen alle Hoffnung weiter, dass uns „das Schlimmste“ erspart bleiben wird, denn eine strikte Quarantäne bedeutet für unsere arme kongolesische Bevölkerung, die jeden Tag fast nur „von der Hand in den Mund lebt“ eher den Hungertod als den Coronatod! (...) Wir suchten auch nach anderen alternativen Strategien, um der bedrängten Bevölkerung von Goma auf unsere Weise zu helfen, emotionalen Stress und Frustration zu kontollieren: Die Capacitar Praktiken sind nicht nur sehr wertvoll zur Harmonisierung von Angst- bzw. Panikgefühlen, sondern auch zur Stimulation des Immunsystems insbesondere in dieser angespannten und sehr stressreichen aktuellen Situation."

- Ingrid Janisch, Koordinatorin des Programms

Der Jesuit Refugee Service (deutsch: Jesuiten-Flüchtlingsdienst) ist in der Gemeinde Bar Elias in der Bekaa-Ebene, die sich von Nord nach Süd im Osten des Libanons erstreckt, mit drei Zentren vertreten. Dort bietet die Organisation geflüchteten Kindern aus Syrien Unterricht und Freizeitaktivitäten an. Täglich bekommen die Kinder eine warme Mahlzeit und in den Wintermonaten warme Kleidung. Sozialarbeiter und Psychologen kümmern sich um traumatisierte Kinder und beziehen die Familien mit ein. 

Libanon, JRS MENA

"In den Flüchtlingslagern gelten noch strengere Einschränkungen"

Statement vom 9. April 2020

"Seit dem 10. März hat das Bildungsministerium alle Schulen im Land geschlossen, d.h. auch JRS musste seine Schul- und Sozialzentren schließen. Es herrscht allgemeine Ausgangssperre, für die Menschen in den Flüchtlingslagern gelten noch strengere Einschränkungen der Bewegungsfreiheit als für den Rest der Bevölkerung. Lehrkräfte aus den JRS-Zentren haben ein regelmäßiges Programm erarbeitet, um den Kindern ein Lernen von zuhause aus über WhatsApp-Gruppen zu ermöglichen. (…) Die Sozialarbeiter halten telefonisch Kontakt zu den Familien. (...) JRS-Mitarbeiter haben an einem Online-Training zu COVID-19 teilgenommen und leisten über soziale Medien Aufklärungsarbeit bei den Familien der Kinder. Der JRS kümmert sich darum, dass in den Zentren Hygieneartikel vorrätig sind (Seife, Bleichmittel, Papiertücher, Desinfektionsmittel, etc.), um auf die Wiedereröffnung vorbereitet zu sein."

 - P. Daniel Corrou SJ, Koordinator für Kommunikation JRS MENA

Jetzt Spenden!

Cholera-Impfungen für Kinder in Äthiopien

Der junge Vater ist völlig verzweifelt. In ein Laken gewickelt hat er seine kleine Tochter zur Gesundheitsstation gebracht. Seit gestern leidet sie unter Bauchkrämpfen und Durchfall. Dank der Sterninger-Partner bekommt sie von den Ärzten der Station schnelle Hilfe.

Jetzt Spenden! : Cholera-Impfungen für Kinder in Äthiopien

Coronavirus - große Gefahr für Entwicklungsländer

Globale Krise - globale Hilfe

Die Corona-Krise stellt uns alle vor große Herausforderungen. Wir sind verunsichert, sorgen uns um unsere Familien und Freunde. Besondere Hilfe werden auch unsere Projektpartner brauchen. Wenn sich das Virus in ihren Ländern weiter ausbreitet, kann dies verheerende Folgen haben.

Mehr über das Virus und seine Folgen : Globale Krise - globale Hilfe

Statement vom 27. März 2020

"Wir haben entschieden, dass wir zur Zeit (März und April) keine Aktivitäten mit vielen Personen durchführen können. Das betrifft Fortbildungen, Workshops und öffentliche Seminare zur Entwicklung von Kindesschutzpolicies im Kontext sexueller Ausbeutung von Kindern im Reise- und Tourismussektor. Allerdings sehen wir als Folge dieser Krisensituation die Gefahr einer Zunahme von frühen Heiraten (Kinderehen) und Kinderarbeit für diejenigen Jugendlichen, die jetzt noch eine Berufsschule besuchen (...)
Die Advocacy-Arbeit werden wir erst wiederaufnehmen, wenn sich die Ausbreitung des Coronavirus auf nationaler Ebene reduziert hat. Dabei wird der Fokus weiterhin auf dem Kindesschutz vor Missbrauch und Ausbeutung liegen, in der Erwartung dass die sexuelle kommerzielle Ausbeutung ansteigen wird, wenn Familienwirtschaften kaputt gehen (...) Kindesschutz in sozialer Distanz gegen Covid 19 ist jetzt die wichtigste Maßnahme, die wir in dieser Notsituation ergreifen müssen."

- Yuliati Umrah, Geschäftsführerin

Der Tourismus gehört zu den wichtigsten Wirtschaftssektoren Indonesiens mit mehr als 15 Mio. internationalen Besuchern. Landesweit entsteht immer mehr neue touristische Infrastruktur. Auf der Kehrseite nehmen Umweltverschmutzung als auch ausbeuterische Arbeitsverhältnisse sowie Sex- und Kindersextourismus zu. Unser Projektpartner ALIT hilft, indem er zum einen Advocacy-Arbeit betreibt - also u.a. sich für Gesetze zum Kindesschutz stark macht, Kinderpartizipation stärkt, Rechtsbeistand liefert - und zum anderen Kinder aus ausbeuterischen Verhältnissen befreit und die Opfer psychologisch betreut und Rehabilitation anbietet.

So geht es unseren Projektpartnern

Menschen auf der ganzen Welt haben mit dem Coronavirus zu kämpfen - auch unsere Projektpartner. Die Meisten können ihre Arbeit nicht mehr weiterführen wie bisher. Sie würden sonst andere gefährden. Manche haben aber auch einen Weg gefunden, während der Corona-Krise ihre wichtige Aufgabe auf andere Weise fortzusetzen.

So geht's weiter : So geht es unseren Projektpartnern

In Brasilien ist die Kluft zwischen Arm und Reich sehr hoch. Weil oftmals beide Elternteile arbeiten müssen, um genügend Geld zu verdienen, sind die Kinder sich selbst überlassen und verbringen viel Zeit auf der Straße. Dort werden sie leicht Opfer von Kriminalität, Gewalt und Missbrauch. Die Kindertagesstätte Dr. João Moura bietet den Kindern einen sicheren Raum, in dem sie mit Mahlzeiten versorgt und gefördert werden. Beim Spielen, im Unterricht und in der individuellen Betreuung lernen sie, sich besser zu entwickeln. 

Brasilien, Casa da Criança Dr. João Moura

"Es ist sehr schmerzhaft, die Angst der Menschen vor dieser Pandemie zu beobachten"

Statement vom 19. März 2020

„Ich nutze diesen Moment, um unsere Gebete für die Bevölkerung in Deutschland weiterzugeben, das - wie alle Länder dieser Welt - vor Problemen mit dieser Infektion steht. Wir sind sehr besorgt. Derzeit bereiten wir Mahlzeiten für Familien zu, die in ihrem Haus nur sehr wenig zu Essen haben. Die Mahlzeiten werden in der Casa da Criança abgeholt, um die Kinder zu Hause zu ernähren. Es ist sehr schmerzhaft, die Angst der Menschen vor dieser Pandemie zu beobachten. Was mir aber noch viel mehr Sorgen bereitet, ist der Schaden, den die Armen dadurch erleiden. Mit dem Glauben an Gott müssen wir zuversichtlich sein und hoffen, dass es bald vorbei sein wird.“

- Maria Betânia, Direktorin der Einrichtung

Rund 50.000 Eritreer sind in den letzten Jahrzehnten aus der Diktatur in ihrem Heimatland nach Israel geflohen. Weil die wenigsten eine Chance auf einen offiziellen Aufenthaltsstatus haben, arbeiten viele illegal 10 bis 12 Stunden am Tag: Mütter geben ihre Kleinkinder zu ungelernten Frauen, die 20-30 Babys und Kinder gleichzeitig betreuen. UNITAF bildet Frauen aus der Migrantengemeinde zu Tagesmüttern aus und stellt Räume, Material und Lebensmittel zur Verfügung. Die meist traumatisierten Eltern werden parallel von Mitarbeitern psychologisch betreut. 

Israel, UNITAF

"Aktuell können wir die Notfallkinderkrippen nicht mehr weiter betreiben"

Statement vom 22. März 2020

"Aktuell können wir die Notfallkinderkrippen für besonders gefährdete Kinder nicht mehr weiter betreiben. Letzte Woche, als die Isolation noch nicht so streng war und sich noch bis zu 10 Menschen in einem Raum aufhalten durften, konnten wir 16 Notfallkrippen für zwei Tage betreuen. Dann wurde die Totalisolation festgelegt (…) Da unser Außendienst aufgrund der aktuellen Situation entfällt, werden die meisten UNITAF-Mitarbeiter ab April arbeitslos sein, ausgenommen von drei Positionen im Management und zwei eritreischen Betreuerinnen – Helen und Titi. Sie werden virtuelle Bildungsangebote für Eltern erstellen und als Führungspersonen in der Gemeinde aktiv sein."

- Adi Gill, Entwicklungskoordinatorin

87 Prozent der Bevölkerung im Süden Senegals lebt unter der Armutsgrenze. Die Ansteckungsrate mit Durchfallerkrankheiten und anderen Infektionen ist sehr hoch, weil nicht jeder Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Sanitäranlagen hat. Der Sternsinger-Projektpartner DAHW (Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V.) stellt sanitäre Vorrichtungen und Brunnen zu Verfügung. Mit Hilfe von Hygieneclubs, Thementagen und Schul-Wettbewerben vermittelt das Programm WASH (Water, Sanitation and Hygiene) der DAHW den Kindern, wie wichtig Hygiene ist, so dass diese ihr Wissen in ihre Familien und Dorfgemeinschaften tragen können. Auch für Lehrerinnen und Lehrer gibt es Fortbildungen zu dieser Thematik, so dass Ansteckungen mit Durchfallerkrankungen, Lepra oder anderen Infektionen verhindert werden können. 

Senegal, Programm WASH der DAHW

Fortbildungen für Schüler zu den Themen Wasser und Hygiene

Statement vom 18. März 2020

„Die gesamte letzte Februarwoche und der März waren der Fortbildung von 250 ausgewählten Schülerinnen und Schülern zum Thema Wasser und Hygiene gewidmet, die ihr Wissen an ihre Familien und Gemeinden weitergeben sollen. Der Wettbewerb „zukünftiges Genie", der gerade an 28 Schulen begonnen hatte, um die besten Schülerinen und Schüler im Bereich WASH zu wählen, wurde abgesagt, da die Schulen im Senegal ab dem 16.3. schließen mussten.
Allerdings freuen wir uns, dass wir den Schülerinnen und Schülern durch die Fortbildung nähergebracht haben, wie wichtig das Händewaschen mit Seife ist (…) Diese Fortbildung wurde von all unseren Autoritäten sehr gelobt, da sie sich perfekt in die von der Regierung getroffenen Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus einfügt."

- Mahamath Cissé, Programmdirektor

Coronavirus

Globale Krise - globale Hilfe

Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen. Wir sind verunsichert, sorgen uns um unsere Familien und Freunde. Besondere Hilfe werden auch unsere Projektpartner brauchen. Wenn sich das Virus in ihren Ländern weiter ausbreitet, kann dies verheerende Folgen haben.

Mehr zum Coronavirus und seinen Folgen : Globale Krise - globale Hilfe