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Bangladesch

Schutz und Bildung für Kinderarbeiter

Im Distrikt Jessore im Südwesten Bangladeschs arbeiten rund 35.000 Kinder in ausbeuterischen Verhältnissen  – 16.000 Mädchen und Jungen gar unter besonders risikoreichen Bedingungen, etwa in Werkstätten, Ziegelfabriken oder privaten Haushalten. Sie verrichten harte körperliche Arbeiten, kommen mit schädigenden Substanzen in Kontakt oder arbeiten ungeschützt an Maschinen, so wie der 9-jährige Jitu.

Mit rund 156 Millionen Menschen auf 148.000 Quadratkilometern hat Bangladesch die höchste Bevölkerungsdichte der Welt. Etwa ein Drittel der Menschen lebt unterhalb der Armutsgrenze. Um ihre Familien zu versorgen, muss ein Großteil der Kinder die Grundschule vorzeitig abbrechen und arbeiten gehen. Dort werden sie oft ausgebeutet und sind gefährdet.

In Jessore arbeiten rund 35.000 Kinder in ausbeuterischen Verhältnissen. Knapp die Hälfte der ausgebeuteten und gefährdeten Kinder lebt nicht mehr bei ihren Eltern, sondern auf der Straße, in Slums oder bei ihren Arbeitgebern und sind auf sich selbst gestellt. Häufig werden sie missbraucht oder misshandelt. Manche dieser Kinder arbeiten jahrelang ohne Bezahlung.

Die Geschichte von Jitu

So hilft unser Projektpartner:

Die im Jahr 2001 gegründete Nichtregierungsorganisation Abdur Rashid Khan Thakur Foundation (ARKTF) hat ein umfassendes Programm gegen ausbeuterische Kinderarbeit entwickelt, das vier Hauptstrategien umfasst:

  • Kinderarbeiter, Eltern, Arbeitgeber, lokale Behörden und Regierungsmitarbeiter für die Rechte der Kinder sensibilisieren
  • die Arbeitsbedingungen der Kinder verbessern
  • einen Zugang zu Bildung, Gesundheitsdiensten, sauberem Wasser, staatlichen Hilfen und Dienstleistungen verschaffen
  • Kinder aus ausbeuterischen und gesundheitsschädigenden Arbeitsverhältnissen befreien und Bildung, Ausbildung oder Beschäftigung unter fairen Bedingungen bieten

Eine der größten Herausforderungen für den Projektpartner besteht darin, arbeitende Kinder nicht allein vor Ausbeutung und Missbrauch an ihrem Arbeitsplatz zu schützen. Sie müssen ihnen und ihren Familien deutlich machen, dass junge Menschen ein Recht auf Schulbildung haben. Nicht alle haben das Bewusstsein, dass Bildung ein Weg aus der Armut ist. Zudem hält die wirtschaftliche Not Kinder wie Eltern manchmal davon ab, ausbeuterische und gefährliche Arbeitsplätze zu meiden.


Stark gegen Ausbeutung

Kinderarbeit

152 Milionen Kinder weltweit müssen arbeiten – mehr als die Hälfte von ihnen sogar unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. In unserem Themenbereich ,Kinderarbeit‘ stellen wir unsere Positionen, Forderungen und Visionen zur Problematik vor.

Zum Themenbereich : Kinderarbeit

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