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Hungerkrise in Afrika

Hilfe für hungernde Kinder im Südsudan

Seit Ausbruch des Bürgerkriegs im Südsudan vor vier Jahren sind hunderttausende Menschen vor den blutigen Kämpfen zwischen Regierungs­soldaten und Rebellen geflohen. Familien konnten ihre Felder nicht mehr bestellen, die wenigen Vorräte sind längst aufgebraucht. Lebensmittel sind so teuer geworden, dass die Menschen sie nicht mehr bezahlen können. Die Kinder sind körperlich und seelisch von der Not gezeichnet. Viele sind unterernährt. Es fehlt an Ärzten und Medikamen­ten und an Zufluchtsräumen für die Mütter und Kinder.

Für die verzweifelten Menschen ist das Mary Help Krankenhaus in Wau ein Ort der Hoffnung und Schwester Gracy ein Licht in dunkler Zeit. Wenn Schwester Gracy ihren Rundgang über das Gelände des Krankenhauses macht, kommen Kinder und Mütter angelaufen, um sie zu begrüßen. Jeder möchte ihr die Hand geben und mit ihr sprechen. Liebevoll kümmert sich die aus Indien stammende Ordens­schwester um die Menschen, hat ein offenes Ohr für Probleme und ein Lachen für jeden Einzelnen. Schwester Gracy lebt schon seit 30 Jahren im Südsudan. Sie kennt die Not der Menschen, deren Leben von Armut und Hunger geprägt ist. „Immer noch ist die Entwicklung vieler Kinder gestört, weil sie zu wenig zu essen haben. Ohne Hilfe haben sie kaum eine Chance“, berichtet sie.

„Ich wünsche mir Frieden für den Südsudan, damit alle Kinder eine Chance auf Zukunft haben.“

Schwester Gracy aus dem Südsudan

Die Kinder brauchen dringend Nahrung und sauberes Trinkwasser

Um die Not der Kinder zu lindern, gründete die Ordensschwester im Jahr 2013 das Mary Help Krankenhaus. Vor allem für Mütter mit unterernährten Kindern ist das Krankenhaus zur Anlaufstelle geworden. Rund 300 Jungen und Mädchen bekommen dort täglich eine Mahlzeit. Das sichert ihr Überleben. Aber auch die Mütter bekommen Hirse, Öl und Bohnen, damit sie sich und ihre anderen Kinder zu Hause versorgen können.

Die Sternsinger konnten Dank der gesammelten Spenden bereits wichtige Nothilfe im Südsudan leisten, um Kinder vor dem Hungertod zu bewahren. Doch der Krieg dauert an und die Bevölkerung leidet. Die Menschen in dem von Hunger und Gewalt gebeutelten Land werden noch lange auf Hilfe angewiesen sein.