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Bildung, Wasser und Frieden

Zukunft für die Kinder in der Turkana

Familien leiden unter Hunger, Kinder sind unter- und mangelernährt, was häufig dramatische Folgen für ihre Entwicklung hat. Die Lebensbedingungen in der kenianischen Region Turkana werden zunehmend lebensfeindlicher. Grund dafür ist der Klimawandel.

Dürreperioden mehren sich und dauern länger. Da es wenig regnet, fehlt es an Weideland, was immer wieder zu Konflikten führt. Die Tiere haben nicht ausreichend zu fressen, vermehren sich nicht gut und geben zu wenig Milch und Fleisch.

Aweet möchte zur Schule gehen

Unter diesen harten Bedingungen wächst die zehnjährige Aweet auf. Als Erstgeborene trägt sie schon in jungen Jahren viel Verantwortung. Sie kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister, bringt sie zur Vorschule, sammelt täglich Feuerholz und trägt kilometerweit Wasser nach Hause.

Sie selbst kann nicht zur Schule gehen. Für Kinder in ihrem Alter gibt es keinen Unterricht. Die nächstgelegene Grundschule ist acht Kilometer weit entfernt – zu weit, um jeden Tag zu Fuß hin und zurückzugehen.

Doch das soll sich nun ändern: Unsere Projektpartner planen gemeinsam mit der Lokalregierung in Lodwar, mobile Schulen einzurichten, damit auch Kinder wie Aweet zur Schule gehen können. Doch das ist nur ein Teil der Hilfe, die unsere Projektpartner in der Region leisten...

So helfen die Sternsinger


Die Sternsingeraktion 2017 nimmt die Herausforderungen des Klimawandels in Kenia und weltweit in den Blick. In der Turkana arbeitet das Kindermissionswerk vor allem mit der Gemeinschaft St. Paul der Apostel zusammen. Sie ist seit fast 30 Jahren in der Region tätig. Wasserversorgung, die Anlage von Nutzgärten sowie Bildungsangebote sind Schwerpunkte ihrer Arbeit, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Landwirtschaft ermöglichen

Wasserprojekt

Mit Hilfe der Sternsinger hat die Gemeinschaft Staudämme und Wasserstellen errichtet, die die Wasserversorgung für Menschen und Tiere sichern und Landwirtschaftsprojekte wie gemeinschaftlich organisierte Nutzgärten ermöglichen. Zudem verbessern die Wasserbecken die gesundheitliche und sanitäre Situation der Menschen vor Ort und bilden eine Basis für neue Biotope.

Kinder für das Leben schulen

Bildungsprojekte

Die Sternsinger finanzieren Schulen. Hier lernen die Kinder nicht nur Mathe oder Swahili, sondern auch, wie sie in Zukunft überleben – trotz Klimawandel. So lernen sie neue Anbaumethoden kennen oder erfahren, welche Pflanzen Trockenheit gut vertragen.

Krankheiten vorbeugen

Gesundheitszentrum

Viele Kinder der Turkana sind mangel- oder unterernährt. Die Sternsinger helfen, dass sie gesunde Mahlzeiten bekommen und medizinisch versorgt werden, wenn sie krank sind. Ebenfalls wichtig sind Impfungen. Nur so kann Krankheiten vorgebeugt werden.

Respekt fördern

Friedensinitiative

Die Sternsinger unterstützen die Friedensarbeit der Kirche vor Ort.
 Sie beugt Konflikten zwischen Turkana und Dassanech vor. Kinder aus beiden Gruppen sollen den friedlichen Umgang miteinander lernen und erfahren, was es heißt, sich gegenseitig zu respektieren.