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Bolivien

Zukunft für "Gefängniskinder"

Ein Leben hinter Gittern – das ist trauriger Alltag für viele Kinder und Jugendliche in Bolivien. Sie leben mit ihren inhaftierten Müttern und Vätern zusammen im Gefängnis. Dort sind sie meist katastrophalen hygienischen Bedingungen ausgesetzt, werden mit Gewalt und Prostitution konfrontiert.

 

 

In der Großstadt Cochabamba finden diese Kinder Obhut im Kinderdorf „Christkönig“. 212 Mädchen und Jungen leben derzeit in 14 Wohngruppen mit je einem Betreuer. Die oftmals traumatisierten Kinder erhalten dort die Möglichkeit, kindgerecht und gesund aufzuwachsen und die so wichtige Schulbildung zu erhalten.

Die Kinder lernen sich an Regeln zu halten

„Viele Kinder sind es nicht gewohnt, sich an Regeln zu halten und haben sonst keinen festen Tagesablauf“, erklärt die deutsche Projektleiterin Petra Sadura. Dies lernen sie im Kinderdorf. Sie helfen beim Kochen, Gemüseschneiden oder bei der Essensausgabe. Nachdem die Kinder ihre Hausaufgaben erledigt haben, können sie Fußball oder Basketball spielen, basteln oder Musik machen.

Nach Entlassung der Eltern soll Familie wieder zusammen leben

Zweimal im Monat besuchen sie ihre Eltern in den Gefängnissen. Im Hochsicherheitstrakt sehen sich die Familien sogar nur einmal im Monat. Eine Psychologin und eine Sozialarbeiterin begleiten die Kinder bei den Besuchen. Der Kontakt zu den Eltern soll trotz Inhaftierung bestehen bleiben, sodass die Familie nach Entlassung der Eltern wieder zusammenleben kann.

Joachim Gauck spendet für das Kinderdorf "Christkönig"

„Ich gebe mein Geld dem Kinderdorf Christkönig in Cochabamba. Dort bekommen Kinder einen Schlafplatz, etwas zu Essen und können zur Schule gehen, deren Eltern irgendwo in Bolivien im Gefängnis sind. Dieses Werk unterstütze ich gerne, so wie es die Sternsinger auch tun.“
Bundespräsident Joachum Gauck