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Hurrikan Matthew: 600.000 Kinder sind betroffen

Hilferuf aus Haiti

1,4 Millionen Menschen in Haiti haben durch Hurrikan Matthew alles verloren und sind dringend auf Hilfe angewiesen. Der verheerende Wirbelsturm hat den Südwesten der Insel dramatisch verwüstet. Über 500 Menschen haben ihr Leben verloren. 600.000 Kinder leiden unter den Folgen. Geschätzt 50.000 haben laut Medienberichten kein Zuhause und sind in Notunterkünften untergebracht.

Erst im Jahr 2010 richtete ein Hurrikan auf Haiti schwere Schänden an, die das Land noch längst nicht überwunden hat. Nun stehen die Menschen erneut vor einer Trümmerwüste. 

Aus dem Bistum Jéremie, das besonders stark betroffen ist, schreibt Bischof Joseph Gontrand Décoste: „Zwei Drittel der Menschen sind obdachlos geworden. Ihre Häuser wurden stark beschädigt oder völlig zerstört. Auch an den meisten Schulgebäuden sind erhebliche Schäden entstanden. Obstgärten und Felder sind vernichtet.“

Kinder verkraften die Situation nur schwer

Pater Martial Baudelaire, der sich bereits nach dem Erdbeben im Jahr 2010 für betroffene Kinder eingesetzt hatte, berichtet, dass das ganze Land angesichts der enormen Schäden unter Schock stehe. "Besonders für die Kinder ist die Situation psychisch schwer zu verkraften. Hinzu kommt, dass immer mehr Familien Hunger und Durst leiden."

In den ersten Wochen nach dem Hurrikan trafen im Kindermissionswerk viele solcher besorgniserregender Nachrichten aus Haiti ein. Mittlerweile konnten die ersten Projekte bewilligt werden. Unsere kirchlichen Partner vor Ort wissen am besten, was die Menschen nun brauchen. Durch die lang währenden vertrauensvollen Beziehungen, können die Sternsinger zudem sicher sein, dass das Geld tatsächlich bei den hilfsbedürftigen Menschen ankommt und nicht versickert.

„Wir werden unseren Partnern zur Seite stehen und mit einer ersten Unterstützung schnelle Hilfe leisten“.

 

Es fehlt den Menschen vor allem an Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten.
 Aber auch Zelte als provisorische Unterkünfte, Kleidung, Schulmaterialien und Wellblech für erste Reparaturen müssen angeschafft und in die entlegenen Regionen transportiert werden.

"Wir werden den Menschen zur Seite stehen und schnelle Hilfe leisten. In vielen Orten packen unsere Partner mit freiwilligen Helfern bereits Pakete für die betroffenen Familien", sagt Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks. Reis, Bohnen, Öl, Salz und Zucker sollen die erste Not der Menschen lindern.