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Hungerkrise in Afrika

Hilfe für hungernde Kinder im Südsudan

Erschreckende Bilder erreichen uns aus den Hungergebieten Afrikas. Insgesamt zwei Millionen Kinder sind vom Hungertod bedroht. Auch in den umliegenden Ländern ist die Ernährungssituation angespannt. Besonders hart getroffen hat es den Südsudan. Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat dort nicht mehr ausreichend zu essen. Die akute Unterernährung ist extrem hoch. Mit einem Nothilfepaket in Höhe von 678.870 Euro unterstützen die  Sternsinger 16.100 Kinder im Südsudan.

„Krieg und Hunger beherrschen meine Heimatdiözese El Obeid", sagt Macram Max Gassis, ehemaliger Bischof der sudanesischen Diözese El Obeid. "Frauen werden vergewaltigt, Männer getötet und Kinder zu Sklaven gemacht“, zeichnet Gassis bei seinem Besuch im Kindermissionswerk ein düsteres Bild von der Situation in seiner Heimat.

Der blutige Bürgerkrieg und lange Dürreperioden haben den Menschen jede Lebensgrundlage genommen. Nun regnet es endlich, doch die Wassermassen bedeuten gleichzeitig, dass die Transportwege für Hilfsgüter nur noch schwer passierbar sind. In den überfluteten Flüchtlingslagern drohen Krankheiten auszubrechen und es fehlt immer noch an Nahrungsmitteln. Sechs Millionen Menschen haben laut UN-Angaben im Südsudan zu wenig zu essen. 100.000 sind von einer Hungerkrise bedroht.

"Helft unseren Brüdern und Schwestern im Südsudan, die Hungersnot zu überstehen."

(Bischof em. Macram Max Gassis aus dem Sudan)

Die Kinder brauchen dringend Nahrung und sauberes Trinkwasser

Mit der nach ihm benannten Stiftung („Bischop Gassis Relief and Rescue Foundation“) kümmert sich Macram Gassis darum, dass Kinder und Familien mit Nahrungsmitteln und sauberem Wasser versorgt werden. Die Sternsinger hat er konkret um Hilfe für rund 6.000 Kinder, Schwangere und stillende Mütter in seiner Diözese gebeten – Hirse, Bohnen, Öl, Salz und Reis müssten so schnell wie möglich an die bedürftigen Familien verteilt werden.

Auch aus dem Mary-Help-Krankenhaus in der Stadt Wau erreichen die Sternsinger neue Hilferufe: Über 1.400 mangelernährte Kinder brauchen dringend Zusatznahrung. Eine Choleraepidemie bedroht außerdem die ohnehin geschwächten Menschen. Die Sternsinger unterstützen das Mary-Help-Krankenhaus beim Transport von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Zwei Lastwagen mit Hilfsgütern sind auf dem Weg und erreichen in den nächsten Tagen Wau – so können 12.000 Kinder erst einmal versorgt werden.

Die Sternsinger konnten Dank der Spender im Südsudan bereits wichtige Nothilfe leisten, um Kinder vor dem Hungertod zu bewahren. Doch der Krieg dauert an, und die Bevölkerung leidet. Die Menschen in Ostafrika werden noch lange auf Hilfe angewiesen sein.

Unsere Länderreferentin Stefanie Frels ist aus dem Südsudan zurück. Dort traf sie Mütter, die nicht mehr in der Lage sind, ihre Kinder zu ernähren, denn noch immer hungern die Menschen in weiten Teilen des Landes. Doch es gab auch schöne Begegnungen, die gezeigt haben, was langfristige Hilfe bewirken kann!

"Es ist die Kirche, die den Menschen Nahrung bringt und ihre Würde verteidigt"

„Ohne die Hilfe des Kindermissionswerks könnten wir die Menschen niemals in der Weise unterstützen, wie sie es gerade so dringend brauchen", erklärt Macram Gassis. "Die Menschen wissen, dass sie von der Regierung keine Hilfe bekommen. Es ist die Kirche, die ihnen Nahrung bringt, die ihnen Bildung gibt, die sie mit Trinkwasser versorgt. Es ist die Kirche, die ihre Rechte und ihre Würde verteidigt." 

„Wir werden Bischof Macram Max Gassis selbstverständlich bei all seinen Anliegen weiterhin unterstützen“, erklärt Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks. „Die konkrete Hilfe für die Menschen in der Kriegsregion ist dabei genauso wichtig, wie unsere Rolle als Sprachrohr der sudanesischen Bevölkerung. Die Not der Frauen, Männer und Kinder darf einfach nicht in Vergessenheit geraten!“