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Thailand

Mehr Gesundheit für Kinder auf dem Land

Die Menschen in Nongkhai, einer ländlichen Provinz im Norden Thailands, sind besonders stark von Armut betroffen. Viele Kinder leiden an Mangel- und Unterernährung. Das Ernährungs- und Gesundheitsprogramm der Schwestern vom Guten Hirten ermöglicht ihnen eine normale Entwicklung.

„Ich bin so froh, dass Nicha zu einem gesunden kleinen Mädchen herangewachsen ist“, sagt Nichas Großmutter und drückt die Hand ihrer Enkelin. Sie hat die Vierjährige bei sich aufgenommen und sorgt für sie. Nichas Mutter kann sich nur selten um ihre kleine Tochter kümmern. Sie arbeitet weit entfernt vom Dorf auf Baustellen und Zuckerrohrfeldern.

So wie Nicha geht es vielen Kindern in der ländlich geprägten Provinz Nongkhai im Norden Thailands. Die Armut zwingt ihre Eltern, die Dörfer zu verlassen und Arbeit zu suchen. Auch Kinder, deren Eltern an Aids erkrankt sind, wachsen zeitweise oder ganz bei den Großeltern auf.

Für die Großeltern stellt das eine große Herausforderung dar. Sie haben kaum finanzielle Mittel, um die Kinder zu versorgen. Viele leiden an Mangel- und Unterernährung und sind anfällig für Krankheiten. Oftmals fehlt den Familien jeder Zugang zu medizinischer Versorgung.

Milchpulver gegen Mangelernährung

Die Schwestern vom Guten Hirten, ein katholischer Orden, unterstützen gemeinsam mit einem Team aus medizinischem Personal, Sozialarbeitern und Freiwilligen Familien in Nongkhai mit einem umfassenden Ernährungs- und Gesundheitsprogramm: Mitarbeiter besuchen die Familien regelmäßig zuhause und erklären Eltern und Großeltern, was für die Gesundheit ihrer Kinder wichtig ist. Kranke Kinder werden medizinisch versorgt oder in besonders schweren Fällen in ein Krankenhaus gebracht.

Mangelernährte Babys und Kinder erhalten Milchpulver oder spezielle Nahrung. Auch Nicha war als Baby auf das Milchpulver angewiesen. „Ich bin den Schwestern sehr dankbar, dass sie uns für Nicha Milchpulver gegeben haben“, sagt Nichas Großmutter. „Wir hätten uns das nicht leisten können.“ Heute ist Nicha normal entwickelt und geht gerne in den Kindergarten. Sie liebt es, ihre Erzieherinnen mit Fragen zu löchern und sie malt gerne: am liebsten Bilder mit viel Gelb, ihrer Lieblingsfarbe.

Die Sozialarbeiter besuchen Nicha und ihre Familie weiterhin regelmäßig, um nach dem Rechten zu sehen. „Ich freue mich immer, die Mitarbeiter zu sehen“, sagt Nichas Großmutter. „Sie haben mich immer darin bestärkt, für meine Enkelkinder zu sorgen und mich um ihr Wohlergehen zu kümmern.“

So hilft unser Partner

  • Die Schwestern vom Guten Hirten haben ein umfassendes Ernährungs- und Gesundheitsprogramm entwickelt. Mit einem Team aus medizinischem Personal, Sozialarbeitern und Freiwilligen besuchen sie Kinder und Waisen aus 56 Dörfern zu Hause und versorgen sie medizinisch. Kinder mit schwerwiegenden Erkrankungen werden ins Krankenhaus gebracht.

  • Babys, deren Mütter an Aids erkrankt sind und daher nicht von ihnen gestillt werden dürfen, bekommen Milchpulver. Mangelernährte Kleinkinder werden mit einer Spezialnahrung versorgt.

  • Kinder mit Behinderungen erhalten Physiotherapie. Eltern und Großeltern werden in der medizinischen Betreuung der Kinder angeleitet und unterstützt.

  • Das Bildungs- und Bewusstseinsprogramm der Ordensschwestern schult Eltern und Großeltern in Ernährungsfragen, Kleinkinderpflege und Krankheiten der Kinder. Zudem werden Seminare zur Persönlichkeitsstärkung für Kinder angeboten, die HIV-positiv sind.