Inhalt

Sternsinger helfen den Menschen in Ostafrika

Eine Million Euro Nothilfen für Kinder und Familien

Die Verteilung der Hilfsgüter wird durch Mitarbeiter der Pfarreien und lokalen Stellen organisiert. Quelle: Projektpartner

 Aachen. Mit Nothilfen von insgesamt über einer Million Euro unterstützt das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ die Menschen in den Dürre- und Überschwemmungsgebieten in Äthiopien, im Südsudan, in Malawi, Kenia, Burundi und Eritrea. Aufgrund von extremen Wetterphänomenen, fehlenden Ernteerträgen und aufgebrauchten Getreidevorräten leiden die Menschen in Teilen Ostafrikas unter einer extrem kritischen Ernährungssituation.

Von den Nothilfen werden vor allem Lebensmittel und Hygieneartikel gekauft, mangelernährte Kinder erhalten zusätzliche Nahrung und medizinische Behandlung. Insgesamt profitieren rund 36.700 Mädchen und Jungen und ihre Familien von den Unterstützungen. Die Verteilung der Hilfsgüter wird vor Ort durch Mitarbeiter der Pfarreien und lokalen Stellen organisiert. Ziel ist es, den Familien zu helfen, die kritische Ernährungslage zu überbrücken. Wo es die aktuellen Umstände erlauben, soll wieder mit der Aussaat begonnen werden, auch das dafür notwendige Saatgut wird über die Nothilfen finanziert.

„An der Seite unserer Partner vor Ort ist es unser Ziel, zunächst akut Nothilfen bereitzustellen und später eine nachhaltige Ernährungssicherung zu fördern“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. „Mit der Einrichtung eines Nothilfefonds haben wir die Grundlage dafür geschaffen, dass wir die Arbeit unserer Partner in den betroffenen Regionen langfristig stützen können.“

Größte Not in Äthiopien und im Südsudan

In Äthiopien wird mit Nothilfen in Höhe von 214.900 Euro die Arbeit der Partner vor Ort in der Diözese Adigrat, an der Grenze zu Eritrea, unterstützt. Hiermit kann eine dreimonatige Nahrungsmittelhilfe für 500 Haushalte geleistet werden, und in 24 Schulen und Kindergärten werden in einem Zeitraum von acht Monaten spezielle nährstoffreiche Energiekekse an rund 3.500 Kinder verteilt. Jedes Kind in den betreffenden Einrichtungen erhält täglich vier Energiekekse. Somit ist eine zusätzliche Tagesration von 600 Kilokalorien für jedes Kind gewährleistet.

Im Norden des Südsudans wird die ohnehin schwierige Versorgungslage noch durch bewaffnete Konflikte erschwert. Leidtragende in dieser Region sind vor allem Frauen, Kinder, Ältere und Menschen mit Behinderung. Vier Pfarreien kümmern sich um diese bedürftigen Gruppen, die Zahl der mangelernährten Kinder ist dort besonders hoch. Schwer mangelernährte Mädchen und Jungen werden im Mary-Immaculate-Krankenhaus in Mapuordit betreut. Insgesamt umfasst die Nothilfe für diese Region 503.000 Euro, über 12.200 Mädchen und Jungen werden mit den Hilfen erreicht.

Auch in Burundi, Malawi, Eritrea und Kenia leiden die Menschen unter den Folgen der extremen Wetterphänomene. Nothilfen von insgesamt 297.690 Euro werden für die Arbeit der Projektpartner in diesen Regionen bereitgestellt. Über 19.500 Kinder und deren Familien können davon mit Lebensmitteln versorgt werden.

„Die klimatischen Extreme werden je nach Region noch bis mindestens März oder Sommer zu einer weiterhin angespannten Ernährungslage beitragen“, so Annette Funke, Fachreferentin für Ernährung im Kindermissionswerk. „Die Auswirkungen für viele Menschen sind jedoch sehr viel langfristiger. Tierbestände erholen sich nur langsam, und für gute neue Ernten muss in die Landwirtschaft investiert werden. Die Widerstandskraft von Mensch und Tier für eventuelle weitere Krisen wird deutlich geschwächt sein. Deshalb ist es sehr wichtig, über Nothilfen hinaus Unterstützung beim Aufbau einer nachhaltigen Ernährungssicherheit zu gewähren, die Menschen in ihrer Selbsthilfekapazität zu stärken und so Mangelernährung vorzubeugen.“

Spendenkonto: Pax-Bank eG, IBAN: DE95 3706 0193 0000 0010 31, BIC: GENODED1PAX, Stichwort: Ostafrika.


3.610 Zeichen        486 Worte

PM 01-2016
UP

Hinweis an die Redaktionen.
Fotos aus dem Südsudan und aus Äthiopien zum download finden Sie hier


Stefan Rueben
T    +49. 241. 44 61-22
E-Mail: rueben@sternsinger.de

Unser Spendenkonto
IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31
BIC: GENODED1PAX

Information, Información, Informação

About UsSur NousSobre NosotrosQuem Somos


Das Sternsingen ist im Dezember 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.