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Sternsinger helfen in Ostafrika mit 860.600 Euro

Nahrungsmittel für 43.000 hungernde Kinder und Jugendliche

Untersuchung in einem Krankenhaus der Diözese Wau: Mit einem Maßband kann der Grad der Unterernährung festgestellt werden - rot bedeutet "gefährdet".

Untersuchung in einem Krankenhaus der Diözese Wau: Mit einem Maßband kann der Grad der Unterernährung festgestellt werden - rot bedeutet "gefährdet".


Mit Nothilfen in Höhe von insgesamt 860.600 Euro unterstützt das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ Familien im Südsudan, in Kenia und Burundi. Durch die Nothilfen können 43.000 Kinder und Jugendliche mit Grundnahrungsmitteln über einen Zeitraum von zunächst drei bis vier Monaten versorgt werden.
„Die Ernährungssituation der Menschen im Südsudan und in der gesamten Region ist nicht erst seit ein paar Wochen katastrophal. Die vergangenen drei Jahre Bürgerkrieg haben nicht nur das Land destabilisiert, sondern auch zu enormen Ernteausfällen geführt“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘. „Vor allem mangelernährte Kinder und arme Familien, die aktuell aus eigener Kraft keinen Zugang zu Lebensmitteln haben, werden durch unsere Projektpartner in den Diözesen unterstützt.“


Ohne fremde Hilfe gibt es kaum Überlebenschancen

Von den Nothilfen der Sternsinger fließen 727.100 Euro allein in Projekte im Südsudan. Tägliche Lebensmittelrationen, bestehend aus Sorghum, Erdnüssen, Bohnen, Öl, Zucker und Salz, werden vor allem Kinder, Jugendliche und stillende Mütter erreichen. Für die Allerschwächsten sei das nötiger als zuvor, sagt Sebastian Kämpf, Entwicklungskoordinator der Diözese Wau im Nordwesten des Südsudans. Die Diözese organisiert die Beschaffung und Verteilung der Lebensmittelhilfen vor Ort. Um Sicherheitsrisiken und hohe Transportkosten zu vermeiden, werden die Nahrungsmittel direkt in der Stadt Wau gekauft. Dies müsse allerdings sehr schnell passieren, bevor die Regenzeit beginnt und die Lebensmittelpreise noch stärker ansteigen, so der Projektpartner vor Ort. Weitere Hilfsgelder gehen an Projektpartner in den Diözesen El Obeid, Juba und Rumbek.

Die Vereinten Nationen hatten Ende Februar offiziell eine Hungersnot für verschiedene Regionen des Südsudans ausgerufen. Laut UN-Angaben sind schätzungsweise 100.000 Menschen akut vom Hungertod bedroht, 4,9 Millionen Menschen haben zu wenig zu essen. „Man schätzt, dass die Zahl bis April nochmal um eine Million nach oben gehen wird“, so Sebastian Kämpf über die Situation im Südsudan. „Dann werden wir  wahrscheinlich weit über sechs Millionen Hungernde haben – jeder Zweite wird dann definitiv hungern und um sein Leben kämpfen müssen.“

Mit 133.500 Euro unterstützen die Sternsinger Projekte in Burundi und Kenia. Auch dort liegt der Schwerpunkt in der Beschaffung und Verteilung von Nahrungsmitteln an Not leidende Familien.

Auch Medikamente sind Mangelware
Neben der katastrophalen Lebensmittelknappheit ist auch die Versorgung unterernährter Kinder besonders schwierig. Ein schon lange geplanter Transport mit Medikamenten und Ausstattung für das Mary-Help-Krankenhaus in der Stadt Wau sei auf dem Weg, berichtet der deutsche Partner action medeor. In dem Krankenhaus werden derzeit 200 schwer unterernährte Kinder stationär betreut und mit Milchpulver versorgt. 250 Gramm Milchpulver hätten früher umgerechnet rund zwei Euro gekostet, heute sei der Preis auf das Dreifache gestiegen, so Sebastian Kämpf. Seiner Einschätzung nach, „wird es 2017 ohne Nothilfen von außen nicht gehen.“

Jährlich 2.100 Projekte weltweit

Rund 2.100 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 73,7 Millionen Euro standen dem Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland 2015 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 111 Ländern.

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PM 05-2017
UP


>> Hier finden Sie Fotos aus dem Südsudan und die Zitate als Audio-Datei





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Das Sternsingen ist im Dezember 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.