Inhalt

Zur aktuellen Lage in Mosambik

Zwei Jahre nach dem Wirbelsturm Idai

Am 15. März 2019 traf der Wirbelsturm „Idai“ auf die Küste Mosambiks und verwüstete weite Teile des ostafrikanischen Landes sowie der Nachbarländer Simbabwe und Malawi. Rund 1.000 Menschen verloren ihr Leben, viele wurden obdachlos, große Teile der Ernte wurden vernichtet. Nur wenige Wochen später traf der Zyklon „Kenneth“ erneut Mosambik. Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ reagierte mit einer Nothilfe in Höhe von 100.000 Euro. Im Januar 2021 fegte erneut ein Wirbelsturm über das Gebiet: „Eloise". Er war weniger verheerend, dennoch sind 14 Menschen darin umgekommen und zahlreiche Anbauflächen zerstört worden. Zwei Jahre nach dem Unglück ist noch viel für die Bevölkerung zu tun. 

Lebensmittel gegen das Hungern

„Viele Familien leben in Angst. Sie haben sich noch nicht vom ersten Zyklon erholt, dann kam der nächste.“, sagt Gerson Tembissa, Vize-Direktor unseres Partners ESMABAMA in Mosambik im Video-Interview. Nach der Zerstörung durch die Wirbelstürme Idai" und Kenneth" haben er und sein Team Nothilfe geleistet und zunächst Lebensmittel, Baumaterial und medizinische Hilfsmittel an die Bevölkerung verteilt. So konnten sie Mangelernährung entgegenwirken und Krankheiten verringern. ESMABAMA unterstützte besonders gefährdete Familien auf dem Land dabei, Obst und Gemüse anzubauen und kümmerte sich um den Wiederaufbau von Schulen. 


Doch noch immer sind viele Schulen zerstört. Zahlreiche Familien leben in Zeltstätten und warten darauf, ein neues Land zugewiesen zu bekommen, auf dem sie ein Haus bauen können, sagt Gesine Henrichmann. Sie ist Länderreferentin des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ und zuständig für Mosambik. Anfang 2020 hat sie die Menschen vor Ort besucht und hält auch während der Corona-Pandemie Kontakt. Seit Mitte vergangenen Jahres sind auch in Mosambik die Corona-Infektionszahlen gestiegen, woraufhin die Regierung Schließungen von Schulen und Kultureinrichtungen und nächtliche Ausgangssperren angeordnet hat. Der Wiederaufbau geriet durch die Corona-Krise ins Stocken, viele Familien haben ihre Arbeit verloren und Kinder konnten nicht zur Schule gehen. Im Herbst vergangenen Jahres wurde zunächst gelockert, seit Februar sind die Schulen wieder geschlossen. Es gibt nächtliche Ausgangssperren.

Jetzt Spenden!

Für die von den Wirbelstürmen betroffenen Kinder und ihre Familien.


„Es ist nicht leicht, aber wir haben immer noch die Stärke"

Seit Anfang März sind Schulen wieder geöffnet, aber unter strengen Auflagen. Natürlich ist es wichtig, dass Schulen wieder öffnen, genauso wichtig ist es, Hygiene-Maßnahmen einzuhalten. Das erschwert jedoch die Arbeit von ESMABAMA, wie Gerson Tembissa meint. „Wir unterrichten insgesamt 8.000 Schüler. Das ist eine große Anzahl. Vor der Pandemie unterrichteten wir in einem Klassenzimmer 60 Kinder, jetzt sind laut Regierung nur noch 20 Schülerinnen und Schüler pro Klassenzimmer erlaubt. Das zu koordinieren, ist nicht leicht. Wir bräuchten mehr Räume und mehr Lehrer. Aktuell setzen wir auf Wechselunterricht.“ Mehr Räume zu gewährleisten fällt schwer, wenn noch nicht einmal alle alten repariert worden sind. Die Wirbelstürme haben auch unseren Partner ESMABAMA getroffen. Überflutungen haben zu Ernteausfällen geführt, die eigenen Zentren wurden überschwemmt oder haben durch den starken Wind das Dach verloren. Davon entmutigen lässt sich Gerson Tembissa aber nicht: „Es ist nicht leicht, das alles wiederaufzubauen, aber wir haben immernoch die Stärke, weiterzumachen und zu helfen. Die Menschen, denen wir geholfen haben, sind sehr dankbar für die Unterstützung durch das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und wünschen sich, dass sie weiterhin Unterstützung erhalten.“ 

Jetzt Spenden!

Für die von den Wirbelstürmen betroffenen Kinder und ihre Familien.

Unser Spendenkonto
IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31
BIC: GENODED1PAX
Pax-Bank eG