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Nach der Explosion im Libanon

„Ich möchte, dass die Kinder wieder in die Schule gehen können!“

Rund 100.000 Kinder haben bei der Explosion im Beiruter Hafen am 4. August ihr Zuhause verloren. Darunter auch viele Schüler der Vinzentinerinnen, die seit vielen Jahren Sternsinger-Projektpartner sind. Wie durch ein Wunder hat die Schulleiterin Schwester Marlène die Katastrophe unverletzt überlebt, doch die Sorge um die Kinder ist groß.

„Es war ein Schock. Ich sah die ganze entsetzliche Zerstörung, schlimmer als der Krieg. Meine Mitschwester war tot. Die Explosion hat alles in den Schulklassen zerstört, die Fenster, die Möbel“, erinnert sich Schwester Marlène an den Tag der Katastrophe. Wegen der Corona-Pandemie waren die Kinder am 4. August Gott sei Dank nicht in der Schule, die nur etwa einen Kilometer vom Hafen entfernt liegt. Dennoch ist Schwester Marlène in großer Sorge um ihre Schützlinge, denn die Schülerinnen und Schüler hatten auch vor der Explosion schon teils traumatische Erfahrungen gemacht.



„Wir helfen den Kindern und ihren Familien, die in unserer Umgebung obdachlos geworden sind, bringen sie nach Möglichkeit in unserem Kloster oder anderswo unter und verteilen Lebensmittel."

Sr. Marlène Youssef, Ordensschwester von der Gemeinschaft der Vinzentinerinnen

Die Mädchen und Jungen kommen meist aus armen und sozial schwachen Familien. Und Schwester Marlène hat ihre Schule auch für schwer traumatisierte Flüchtlingskinder aus Syrien und dem Irak geöffnet. Mit ihren Mitschwestern und psychologisch ausgebildeten Fachkräften kümmert sie sich liebevoll um diese Kinder und fördert sie nach Kräften. Dabei legen die Vinzentinerinnen großen Wert darauf, alle Kinder zusammen zu unterrichten, um ein friedliches Miteinander zu fördern.

„Ich möchte nur, dass diese Kinder glücklich sind, dass sie ihre Freunde wiederfinden und in sicherer Atmosphäre wieder ein normales Schulleben aufnehmen können“, ist derzeit Schwester Marlènes größter Wunsch.

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Für die Menschen im Libanon.

Denn die Explosion hat alles verändert: Den Kindern fehlt der regelmäßige Unterricht, der ihnen Halt und Struktur gibt. Und sie vermissen die liebevolle Fürsorge ihrer Lehrerinnen, die ihnen gerade jetzt dabei helfen könnten, das Erlebte zu verarbeiten. Der größte Wunsch der Kinder ist es, wieder in die Schule zu gehen. „Dieser Wunsch gibt mir die Kraft und die Zielstrebigkeit, die Schule wieder zu eröffnen und nach vorne zu schauen“, sagt Schwester Marlène.

Die Sternsinger wollen den Vinzentinerinnen in Beirut helfen, damit sie den Kindern weiter beistehen können. Zugleich unterstützen wir die mutigen und engagierten freiwilligen Helfer, die überall in der Stadt anpacken und warme Mahlzeiten, Decken und Kleidung verteilen. In den Notfallzelten und mobilen Gesundheitskliniken der Caritas werden Kranke versorgt und traumatisierte Menschen aufgefangen. Da die Corona-Infektionen seit der Explosion stark angestiegen sind, versorgt die Caritas bedürftige Familien auch mit Hygieneartikeln.

„In dieser schweren Zeit stehen wir unseren Projektpartnern in Beirut und den Kindern in ihrer Obhut zur Seite. Sie brauchen unser Gebet und unsere Solidarität mehr denn je.

Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende für den Wiederaufbau der Schule und die Nothilfe für Kinder in Beirut!“

Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘

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