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Nach der Explosion in der Hauptstadt des Libanon

Hilfe für die Familien in Beirut

„Ich erschrecke mich jedes Mal, wenn ich ein lautes Geräusch höre“, erzählt Rabella. Die Erinnerung an die verheerende Explosion im Hafen ihrer Heimatstadt Beirut ist bei dem neunjährigen Mädchen noch sehr präsent. Etwa 200 Menschen verloren dabei vor gut einem Monat ihr Leben, 6.000 wurden verletzt, 300.000 sind bis heute obdachlos. Über ihre Projektpartner vor Ort unterstützen die Sternsinger die betroffenen Kinder und ihre Familien mit einer ersten Nothilfe in Höhe von 100.000 Euro. Helfen auch Sie mit einer Spende beim Wiederaufbau!

Zusammen mit ihrem Freund Raman und anderen Kindern besucht Rabella normalerweise die Caritas-Nachmittagsbetreuung. Zur vergangenen Sternsingeraktion zum Thema "Frieden - im Libanon und weltweit" hatten wir sie in ihrer Heimat besucht. Glücklicherweise kam von unseren Projektpartnern schnell die Nachricht, dass es ihr und auch den weiteren Kindern und Familien den Umständen entsprechend und körperlich gut geht, auch wenn viele der Familien ihr zuhause verloren haben. Das Viertel Bourj Hammoud, in dem Rabella mit ihrer Familie lebt, liegt nur wenige Kilometer vom Ort der Explosion entfernt. Die Caritas-Mitarbeiterin Nayla hat Rabella zuhause besucht.

„Bei der Explosion ist das Fenster über meinem Bett zerbrochen. Seitdem schlafe ich mit dem Kopf am Fußende. Das ist sicherer, denn das Fenster war direkt über meinem Kopf.“, erzählt Rabella. „Ich habe Angst, dass es nochmal eine Explosion gibt.“

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Für die Menschen im Libanon.

So helfen die Sternsinger

So wie Rabella geht es vielen Kindern und auch ihren Familien in den Wochen nach der Explosion. Der Schrecken sitzt tief. Nach der ersten Notversorgung der Verletzten und obdachlosen Menschen konzentrieren sich die Sternsinger-Partnern in Beirut nun verstärkt auf die psychosoziale Versorgung. 400 Erwachsene und 600 Kinder bekommen psychologische Hilfe, damit sie die Folgen der Explosion besser verarbeiten können. Mit einer Nothilfe in Höhe von 100.000 Euro unterstützen die Sternsinger ihre Projektpartner im Libanon derzeit zusätzlich.

Mit der Nothilfe kann die Caritas Libanon unter anderem eine Telefonhotline für Kinder anbieten, bei der sie mit geschulten Psychologen über ihre Erlebnisse und Ängste sprechen und sie verarbeiten können. „Körperlich geht es uns gut. Aber keine Worte können unsere Traurigkeit beschreiben“, schreibt Lehrerin Jessica Youssef, die in einer von den Sternsingern unterstützten Schule arbeitet. „Es ist herzzerreißend. Beirut verdient das alles nicht. Haltet uns in euren Gebeten!“

 „Wir stehen an der Seite unserer Partner, die in einer äußerst schwierigen politischen und wirtschaftlichen Gesamtlage im Libanon nun neuen Mut fassen müssen, um den Wiederaufbau stemmen zu können. Dabei zu helfen, ist für uns selbstverständlich."

Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘

"Gebäude lassen sich leichter reparieren, als menschliche Wunden heilen"

Die Explosion ereignete sich in einer Zeit erheblicher sozialer und wirtschaftlicher Turbulenzen im Libanon und nicht zuletzt mitten in der COVID-19-Pandemie. All das zusammen ist vor allem für all die Kinder und Familien im Libanon, die bereits geflohen sind und Krieg und Gewalt erfahren haben, eine extrem schwierige Erfahrung. „Unsere Sozialarbeiter und Psychologen schenken all diesen Schicksalen Gehör“, sagen unsere Projektpartner vom örtlichen Jesuitenflüchtlingsdienst (JRS). „Doch die Gebäude lassen sich leichter reparieren als die menschlichen Wunden heilen. Die Begleitung der Familien wird jetzt die Basis für die langfristige Heilung sein. Wir danken allen, die uns dabei unterstützen“, so der JRS.

Wiederaufbau und Vorbereitung auf den Winter

Über die psychosozialen Probleme hinaus wird es auch noch eine Weile dauern, bis die vielen beschädigten Häuser repariert sind. Jeden Tag werden mehr als 2.000 warme Malzeiten an Familien verteilt, deren Wohnungen zerstört wurden. Um die Familien und vor allem die Kinder vor der Kälte im Winter zu schützen, wird aus den Sternsinger-Spenden warme Kleidung für 5.000 Kinder gekauft. Außerdem sorgen die Sternsinger-Partner in Beirut für Decken, Öfen und Solarlampen. Weil es auch in Beirut viele Corona-Ansteckungen gibt, verteilen die Caritas-Mitarbeiter außerdem Seife, Desinfektionsmittel und Masken. Auch eine zerstörte Schule wird mit Sternsinger-Spenden wiederaufgebaut.


Helfen Sie mit, die Kinder und ihre Familien nach der Explosion in Beirut zu unterstützen!

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