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Madagaskar

Grüne Schulen für den Umweltschutz

100.000 Hektar Regenwald werden jährlich in Madagaskar zerstört, um Ackerflächen zu schaffen oder illegal teures Tropenholz zu gewinnen und zu exportieren. In von den Sternsingern unterstützten „Grünen Schulen" lernen Kinder, was die Umweltzerstörung für sie bedeutet und wie sie etwas dagegen tun können.

Einst war Madagaskar fast vollständig mit dichtem Regenwald bedeckt. Heute hingegen ist nur noch ein Zehntel der Landesfläche bewaldet. Während einfache Bauern die Wälder roden, um Reis und andere Grundnahrungsmittel anzubauen, werden gleichzeitig im großen Stil profitable Tropenhölzer gefällt und illegal ins Ausland exportiert. Mehr als 100.000 Hektar Regenwald, das entspricht 100.000 Fußballfeldern, werden so jährlich zerstört – und mit ihnen der Lebensraum unzähliger Tier- und Pflanzenarten. Eine weitere Konsequenz für die Bevölkerung: Ohne Bäume bleibt der lebensnotwendige Regen aus.

Ein Umweltprogramm an sogenannten „Grünen Schulen“ soll Kinder und Jugendliche aufklären und für das Thema sensibilisieren. Seit Januar 2016 unterstützen die Sternsinger in zwei Diözesen in Madagaskar den Kampf gegen Umweltzerstörung und -verschmutzung. Geplant ist, das Programm schon bald auf weitere Bistümer in dem Inselstaat auszuweiten. „Die Schulen haben einen wichtigen Einfluss auf das Leben der Kinder, es ist aber auch sehr wichtig für die Umwelt hier in Madagaskar“, davon ist Paulin Freredec, Lehrer im Projekt, überzeugt.

Regenwald: Wichtig für den Klimaschutz

In seinem neuesten Bericht warnt der Weltklimarat vor den katastrophalen Folgen des vom Menschen verursachten und beschleunigten Klimawandels: Dürren, Starkregen mit Überschwemmungen, Hitzewellen: Immer häufiger wird es zu extremen Wetterereignissen kommen. Regenwälder spielen eine entscheidende Rolle beim Klimaschutz: Sie dienen als wichtige Kohlenstoffspeicher. Werden sie zerstört, gelangt Kohlendioxid in die Atmosphäre und verstärkt den Treibhauseffekt. Madagaskar im Indischen Ozean ist mit fast 590.000 km2 Fläche (Deutschland: rund 360.000) die viertgrößte Insel der Welt. Ursprünglich waren mal 90 % der Fläche bewaldet, nun sind es noch 10 %. Die Regenwälder in der Region von Atsinanana in sechs Nationalparks sind eine von der UNESCO gelistete Stätte des Weltnaturerbes. Seit 2010 steht die Welterbestätte auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.

So hilft unser Projektpartner

  • Sensibilisierung von Grundschülern und Lehrern an katholischen Bildungseinrichtungen in den Erzdiözesen Antsiranana und Tuléar für den Umweltschutz

  • Unterricht zu Umwelt- und Ressourcenschutz, Recycling und anderen Themen

  • Gründung von Umweltclubs an Schulen

  • Aufbau von Nutz- und Heilkräutergärten in den Bildungseinrichtungen

  • Radiosendungen und Kundgebungen zu Umweltthemen für die Bevölkerung

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