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Sternsinger-Präsident Pfr. Bingener über Sternsingen in Corona-Zeiten

„Der Segen der Sternsinger ist ein wichtiges Zeichen für die Menschen"

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise weiß Pfarrer Dirk Bingener, wie wichtig es sein wird, Begegnungen zu schaffen und weiterhin Solidarität mit den Projektpartnern weltweit zu zeigen. Warum der Segen der Sternsinger gerade in dieser Zeit so wichtig ist und welche alternativen Aktionsformen möglich sind, erzählt der Sternsinger-Präsident im Interview.

Die Welt steht immer noch unter dem Eindruck der Corona-Krise. Werden die Sternsinger rund um den Jahreswechsel eigentlich unterwegs sein?

Pfarrer Bingener: Ja, die Sternsinger werden sich auch rund um den kommenden Jahreswechsel auf den Weg machen. Gerade in diesen Zeiten wird der Segen der Sternsinger für die Menschen in Deutschland ein wichtiges Zeichen sein. Wir wollen gemeinsam mit den vielen engagierten Mädchen und Jungen überall in Deutschland Begegnungen ermöglichen ­– mit Familien, mit alten Menschen und mit all denen, die sich auf den Besuch der Sternsinger zum Jahresbeginn freuen. Der Segen der Sternsinger ist ein wichtiges Zeichen für Hoffnung, Zuversicht und Zusammenhalt. Und danach sehnen sich viele Menschen in unsicheren Zeiten besonders. Zugleich wollen wir weiterhin unsere uneingeschränkte Solidarität mit unseren Partnern und den zahllosen Kindern in den Hilfsprojekten in aller Welt zeigen.

Selbstverständlich wissen wir vier Monate vor der Aktion Dreikönigssingen 2021 noch nicht, ob und wie sich die Corona-Krise in Deutschland dann auswirken wird. Uns ist bewusst, dass es lokal oder regional immer wieder zu behördlichen Einschränkungen kommen kann. Für die Gesamtaktion bin ich jedoch sehr zuversichtlich.

"Wir wissen um die Verantwortung, die wir dabei haben, speziell wenn es um den Besuch von älteren oder kranken Menschen geht."

Warum ist es so wichtig, dass die Sternsinger auch in turbulenten Zeiten Spenden für Gleichaltrige in aller Welt sammeln?

Pfarrer Bingener: Die Folgen der Corona-Krise spüren auch wir in Deutschland, in strukturell viel schwächeren Ländern sind die Auswirkungen noch erheblich gravierender: der Anstieg ausbeuterischer Kinderarbeit, drohende Hungersnöte, kollabierende Gesundheitssysteme, absehbare Probleme in den Bildungssystemen. Es besteht die große Gefahr, dass die Folgen der Pandemie vor allem für die Mädchen und Jungen in Afrika, Asien und Lateinamerika erheblich sein werden. Die Kinder in der Einen Welt brauchen die Unterstützung der Sternsinger. Und beim Blick auf die Pandemie und deren Folgen wird diese Hilfe umso wichtiger.

Planen Sie mit alternativen Aktionsformen, um das Sternsingen bundesweit unter veränderten Rahmenbedingungen zu ermöglichen?

Pfarrer Bingener: Sternsingen auf Abstand, unterwegs mit Mund- und Nasenschutz, ein Sternsingerkonzert vor dem Seniorenheim, eine kontaktlose Spendenübergabe – es gibt eine ganze Reihe von Ideen und Maßnahmen, die wir aktuell vorbereiten. Natürlich setzen wir uns kreativ mit alternativen Aktionsformen auseinander, die das Sternsingen an möglichst vielen Orten möglich machen werden. Und dabei wollen wir natürlich den großen Stärken der Aktion gerecht werden: Begegnungen schaffen und den Segen ganz persönlich zu den Menschen bringen! Wir wissen um die Verantwortung, die wir dabei haben, speziell wenn es um den Besuch von älteren oder kranken Menschen geht, für die ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Wir sind zuversichtlich, dass wir den besonderen Herausforderungen mit guten Antworten begegnen werden. Und ich bin sicher, dass sich unsere engagierten Gruppen in den Pfarrgemeinden auch selbst mit viel Zuversicht und Kreativität an die Vorbereitung der Aktion Dreikönigssingen machen werden.

Wir sind für Sie da!

Wenn Sie Fragen zur kommenden Sternsingeraktion haben, sprechen Sie uns an, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Sie erreichen unsere Sternsinger-Hotline unter 0241. 44 61-14  oder per Mail an: corona@sternsinger.de

Einen persönlichen Ansprechpartner für Ihr (Erz-)Bistum finden Sie auf unserer Kontakt-Seite.