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Leitfaden: Sternsingen & Corona

3. Es geht los: Durchführung der Aktion

Die Sternsinger sind Gesandte der Gemeinde vor Ort und damit auch Gesandte der Kirche. Der Stern, den Caspar, Melchior und Balthasar durch die Städte und Dörfer tragen, ist ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht. Auf dieser Seiten geben wir Tipps und Empfehlungen, wie Sie die Sternsingeraktion sicher durchführen können.

Aussendungsfeiern

  • Die Aussendung der Sternsinger sollte, wenn möglich, im Rahmen eines Gottesdienstes der Gemeinde stattfinden. Die Sternsinger nehmen natürlich in ihren Gewändern am Gottesdienst teil.
  • Für Aussendungsgottesdienste gelten die gleichen Regeln wie für alle Gottesdienste in Ihrer Gemeinde. Eckpunkte des Hygienekonzepts für den Sternsingergottesdienst sollten sein: Station zum Händewaschen oder Desinfizieren am Eingang; Einbahnstraßenstraßen-Regelung in der Kirche; Abstandsregelung im Kirchenraum (durch Bestuhlung oder Absperren von Bankreihen)
  • Wenn kein Gottesdienst möglich ist, können Sie ein gemeinsames Treffen zur Aussendung organisieren. Das kann vor oder in der Kirche stattfinden – auf jeden Fall mit Abstand. Das wichtigste Element bei der Aussendungsfeier ist die Segnung der Sternsinger durch den Priester, den Diakon oder die Gottesdienstleitung. Auch die Kreide und die Sternsingeraufkleber werden dabei gesegnet. Elemente und Texte für die Aussendungsfeier finden Sie in unseren „Sternsinger-Gottesdiensten“ zur Aktion Dreikönigssingen 2021.
  • Als Alternative zu einem Gottesdienst ist auch eine kleine Andacht, ein gemeinsames Gebet oder eine kurze Segensfeier denkbar. Denn für die Kinder ist es ein wichtiges Signal, dass sie selbst sich noch mal ausdrücklich unter den Schutz und Segen Gottes stellen, bevor sie sich auf den Weg machen.

Sternsinger unterwegs - grundlegende Hinweise

  • Zur Sternsinger-Ausrüstung gehört auch eine Alltagsmaske und eine kleine Flasche mit alkoholischer Händedesinfektion. Die Sternsinger sollten sich unterwegs regelmäßig die Hände desinfizieren. Handschuhe sind nicht nur bei Kälte sinnvoll. Sie sollten aber immer mit den Händen und nicht mit den Zähnen ausgezogen werden. Im Freien und bei ausreichendem Abstand der Sternsinger untereinander kann die Maske mit frisch desinfizierten Händen zwischendurch abgezogen werden. 
  • Wo immer möglich, sollten die Sternsinger die Hände zwischendurch gründlich nach den RKI-Empfehlungen waschen. Beim Zwischenstopp im Pfarrheim – zum Beispiel zum Leeren der Dosen – ist das Händewaschen Pflicht. 
  • Wenn die Sternsinger draußen unterwegs sind und ausreichend Abstand voneinander halten, können sie die Maske zwischen den Hausbesuchen abnehmen. Der Abstand ist auch ein Zeichen des gegenseitigen Respekts und der Verantwortung füreinander.
  • Das mit dem Abstand untereinander geht leichter, wenn Sie einen kleinen Trick dafür nutzen: Der Sternträger achtet darauf, dass alle so viel Abstand zueinander einhalten, wie der Stiel des Sterns lang ist: „Eine Sternlänge Abstand!“
  • Viele Sternsingergruppen führen Weihrauchfass und Schiffchen mit sich. Beim Nachlegen des Weihrauchs sollten die Sternsinger den Mindestabstand zueinander einhalten und eine Maske tragen. Alternativ können sie das geöffnete Weihrauchfass auch draußen auf dem Boden abstellen und dann den frischen Weihrauch nachlegen.

Singen und musikalische Gestaltung

  • Je nach Bundesland gelten im Freien und in Innenräumen unterschiedliche Regeln zum gemeinsamen Singen. Bitte beachten Sie auch die aktuell geltenden Regelungen in Ihrer Kommune.
  • Da beim Singen viele Aerosole freigesetzt werden und das Coronavirus hauptsächlich über Aerosole und Tröpfchen weitergegeben wird, sollten die Sternsinger nur im Freien singen. Und sie sollten diesmal nicht laut, sondern leise singen, oder auch ein  Sternsingerlied summen!
  • Dabei sollte der Abstand zueinander eingehalten werden, der für das gemeinsame Singen in Ihrer Kommune/ Ihrem Bundesland vorgeschrieben ist. Es ist auch besonders wichtig, dass die Sternsinger genügend Abstand zu den Besuchten halten und nicht direkt vor der Haustür singen.
  • Es gibt schon viele Ideen, wie die Sternsingeraktion zum Klingen gebracht werden kann: Die Sternsinger können ihre Lieder über das Smartphone und eine Bluetooth-Box abspielen. Bitte beachten Sie die geltenden GEMA-Regelungen. Sie können ihren Segensspruch bzw. den Hausbesuchstext aufsagen. Für die Aktion 2021 haben wir für Sie auch Segenssprüche vorbereitet, die zur Corona-Situation passen.
  • Ein Instrument zur Unterstützung kann bei der kommenden Aktion besonders wertvoll sein. Geeignet sind zum Beispiel ein Akkordeon oder ein Glockenspiel.
  • Blasinstrumente bringen die gleichen Schwierigkeiten mit sich wie das Singen. Sie sollten bei der Sternsingeraktion 2021 nicht zum Einsatz kommen.

Hinweise zum Transport der Sternsingergruppen

  • Wenn Sternsingergruppen mit Begleitern zusammen im Auto sitzen, sollten auf jeden Fall alle Mitfahrenden eine Maske tragen. Den Fahrern empfehlen wir, eine Maske zu tragen, die das Gesicht nicht zu weit bedeckt. Vielleicht ist es auch möglich, dass mehrere Autos fahren und Familien zusammen im Wagen sitzen.
  • Haben Gemeindemitglieder Kleinbusse? Könnten Landwirte oder der Reit- und Fahrverein die Sternsinger mit Kutschwagen transportieren?
  • Sprechen Sie mit den Maltesern, mit der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk oder anderen Organisationen in Ihrem Ort, ob sie die Aktion mit Bussen zum Personentransport unterstützen können.

Verpflegung

  • Das gemeinsame Essen ist für viele Sternsinger ein Highlight. Allerdings müssen Sie für ein Sternsinger-Essen klare und verbindliche Hygieneregeln aufstellen und einhalten. Diese Regeln lassen sich nicht pauschal formulieren.
  • Getränke sollten unter Wahrung der allgemeinen Hygieneregeln in kleinen Flaschen ausgegeben und mit den Namen der Kinder beschriftet werden.
  • Vielleicht möchte ja das örtliche Gasthaus, das sich ohnehin an die geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie an die Registrierungspflicht halten muss, die Sternsinger unterstützen und sie in Gruppen bewirten.
  • Alternativ könnten die Kinder zu Hause in ihren jeweiligen Familien essen und danach wieder gemeinsam weiterziehen.

An der Haustür: Begegnung und Überbringen des Segens

  • Es ist unser aller Anliegen, die Sternsinger und die besuchten Haushalte bestmöglich zu schützen. Darum können die Innenräume von Häusern oder Wohnungen bei der kommenden Aktion nicht betreten werden. Die Sternsinger begegnen den Menschen vor der Tür oder im Treppenhaus. Alle Sternsinger müssen wissen: Die besuchten Personen werden nicht berührt, der Abstand muss eingehalten werden.
  • Zum Klingeln können Handschuhe getragen oder ein Hilfsmittel (Stift o.ä.) benutzt werden. Nach dem Klingeln bitte ein paar Schritte zurückgehen, um Begegnungen im Türrahmen zu vermeiden. Halten Sie rund zwei Meter Abstand zu den Menschen an der Haustüre. Das ist ein Signal des Respekts und schafft Sicherheit.
  • Wenn die Besuchten auch eine Maske tragen, schafft dies weitere Sicherheit.
  • Beginnen Sie den Besuch vielleicht mit einem kleinen Zweizeiler, zum Beispiel so:
    „Wir segnen wie immer die Häuser, doch treten wir nicht hinein.
    Wir bitten um euer Verständnis, denn krank möchte keiner gern sein.“
    Hier finden Sie Segenssprüche und Hausbesuchstexte.
  • Die Sternsinger können gemeinsam, einzeln oder mit verteilten Rollen den gewohnten Segensspruch aufsagen. Singen oder summen Sie mit den Sternsingern ein Sternsingerlied – oder spielen Sie es über die mitgebrachte Bluetooth-Box ab (siehe oben unter „Singen und musikalische Gestaltung“).
  • Wenn der Segen nur in der Wohnung angebracht werden kann, dürfen dies ausnahmsweise die Besuchten selbst tun. Die Sternsinger sprechen währenddessen ihren Segensspruch.

Besuche in Mehrfamilienhäusern

Verteilen Sie sich mit Ihren Sternsingern unter Beachtung des Abstands im Treppenhaus oder vor der Haustüre. Wenn mehrere Bewohner eines Hauses die Sternsinger empfangen wollen, begrüßen Sie die Menschen auf jedem Stockwerk im Treppenhaus. Sorgen Sie auch hier für den nötigen Abstand. Das anschließende Segnen und Spendensammeln kann dann in Ruhe nacheinander nach den Regeln (s.u.) geschehen.

Die Spendenübergabe

  • In Corona-Zeiten sollte die Spendenübergabe möglichst kontaktlos erfolgen. Wir empfehlen, dass der Begleiter bzw. die Begleiterin der Gruppe die Spende entgegennimmt – nach Möglichkeit mit Hilfe einer Spendendose am Stock, eines Keschers oder ähnlichem. Das Augenmerk sollte darauf liegen, dass der Abstand zwischen Begleiter und Spender eingehalten wird. Aus hygienischer Sicht stellt das Berühren des Bargelds an sich kein Infektionsrisiko dar. Auch hier ist die regelmäßige Händedesinfektion wichtig.
  • Bitte achten Sie darauf, dass die Übergabe der Spende, wenn möglich, geschieht, ohne dass der Betrag zu sehen ist.
  • Wenn Sie ohne Kescher unterwegs sein möchten, darf die Spendendose dem Spender nur mit Mund-Nasen-Schutz gereicht werden. Der Spender legt dann das Geld selbst hinein.

Bargeldloses Spenden

  • Sie möchten einen speziellen Spenden-Zweck für die Sternsinger-Spenden Ihrer Pfarrei einrichten? Dann wenden Sie sich an gemeinden@sternsinger.de
  • Außerdem bieten wir Ihnen zur Aktion 2021 einen kleinen Flyer an, der kurz und einladend über die Aktion informiert. Sie können diesen Flyer auch nutzen, um ihn zusammen mit einem Segensaufkleber und / oder einem eigenen Einleger an die Haushalte zu verteilen, die Sie nicht (mehr) besuchen konnten. Den Flyer (Bestell-Nr. 704020) und die Segensaufkleber können Sie bei uns im Sternsinger-Shop bestellen.

Besuche in Senioren- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen etc.

  • Alte und pflegebedürftige Menschen müssen wir besonders schützen. Die strengen Regelungen in Deutschland während des Lockdowns im Frühjahr haben sich bewährt. Zugleich dürfen wir Menschen, die zur sogenannten Risikogruppe gehören, nicht isolieren. Sie freuen sich besonders, wenn die Sternsinger kommen. Bitte planen Sie auf jeden Fall einen Besuch der Sternsinger bei den Senioren- und Pflegeheimen und Krankenhäusern auf dem Gebiet Ihrer Pfarrgemeinde ein.
  • Für alle diese Einrichtungen gelten besondere Schutzkonzepte. Deshalb müssen die Sternsinger besonders klare Regeln einhalten. Besuche von Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung müssen gut vorbereitet und mit den Verantwortlichen des jeweiligen Hauses abgesprochen sein.
  • Die Sternsinger dürfen Senioren- und Pflegeheime und Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung bei der Aktion 2021 leider nicht betreten. Trotzdem können sie den Segen bringen. Die sicherste und einfachste Lösung für einen Sternsingerbesuch bei diesen Einrichtungen ist, dass die Sternsinger einfach vor die Tür der Einrichtung kommen. So können sie das Heim mit dem Segensspruch segnen.
  • Geben Sie die gesegneten Segensaufkleber für die Bewohner einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Einrichtung. Die Spenden der Bewohnerinnen und Bewohner können durch einen Vertreter der Einrichtung in einer verplombten Spendendose an die Sternsinger-Begleiter bzw. die Sternsinger übergeben werden. Beraten Sie alternativ mit den Verantwortlichen der Einrichtung, ob die Bewohner auch bargeldlos spenden können.
  • Wenn Sie möchten, fotografieren Sie das Anschreiben des Segens (wichtig: Kinder nur von hinten fotografieren oder entsprechende Genehmigung einholen!) und  schicken Sie das Foto an die Einrichtungsleitung. Diese kann dann in allen Wohnbereichen einen Abzug aushängen.
  • Bitten Sie die Sternsinger, im Vorfeld einen Gruß für die Menschen in der Einrichtung zu malen oder zu schreiben – vielleicht auf einer vorbereiteten Karte – und bringen Sie diese zum Verteilen mit.

Besuche ...

... in Gaststätten und Ladenlokalen

  • Für Gaststätten und Ladenlokale gelten die gleichen Regeln wie für den Besuch bei Häusern und Wohnungen: Die Sternsinger sollten den Segen vor der Tür überbringen und dort auch die Spende entgegennehmen.
  • Beachten Sie bitte auch hier die geltenden Regeln in Ihrem Bundesland / Ihrer Kommune

... bei Politikern und in öffentlichen Einrichtungen, Ämtern, etc.

Besuche bei Bürgermeistern, Stadträten etc. sollten entweder vor der Tür, etwa auf der Rathaustreppe, oder in ausreichend großen und gut belüfteten Räumen stattfinden. In Innenräumen müssen alle Beteiligten eine Alltagsmaske tragen und die allgemeinen Hygieneregeln beachten.

Wir sind für Sie da!

Wenn Sie Fragen zur kommenden Sternsingeraktion haben, sprechen Sie uns an, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.

Sie erreichen unsere Sternsinger-Hotline unter 0241. 44 61-14  oder per Mail an: corona@sternsinger.de

Einen persönlichen Ansprechpartner für Ihr (Erz-)Bistum finden Sie auf unserer Kontakt-Seite.