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Unsere Positionen und Forderungen

Kinder mit Behinderung stärken

In jedem Land und in jeder sozialen Schicht der Welt gibt es Menschen mit Behinderung. Sie werden nicht immer als vollwertige Mitglieder ihrer Gesellschaft anerkannt. Im Gegenteil: Oft stehen sie am Rand und sind besonders verwundbar. Das gilt vor allem für Kinder mit Behinderung.

Darum fordert das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘:


Ein Perspektivwechsel muss her!

Kinder mit Behinderung sind weder eine Last, noch eine Schande. Sie haben Rechte, Fähigkeiten und Entwicklungsmöglichkeiten wie alle anderen Kinder auch. Die UN-Kinderrechtskonvention bekräftigt, dass ein behindertes Kind ein erfülltes und menschenwürdiges Leben unter Bedingungen führen soll,

  • die die Würde des Kindes wahren,
  • seine Selbstständigkeit fördern und
  • seine aktive Teilnahme am Leben der Gemeinschaft erleichtern sollen.

Ein tiefgreifender Wandel in der Gesellschaft nötig – ein Wandel, in dem Kinder mit Behinderung

  • nicht mehr als hilfsbedürftige Empfänger von Unterstützungsleistungen wahrgenommen werden, sondern
  • als selbstständig handelnde und gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft gesehen werden.

Unsere Vorgehensweise

In seiner In- und Auslandsarbeit setzt sich das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ dafür ein, Kinder mit Behinderung zu einem gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft zu verhelfen, Diskriminierungen abzubauen und Misshandlungen vorzubeugen.


Teilhabe heisst Selbstbestimmung!

Mit der Unterzeichnung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung nehmen die Regierungen sich und die Zivilgesellschaften in die Pflicht, Menschen mit Behinderung eine aktive und gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Das geht nur, wenn

  • Kinder mit Behinderung entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten gefördert werden
  • die Gesellschaft Hindernisse abbaut, die eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren

Die Konvention erkennt an, dass Menschen mit Behinderung ihre Bedürfnisse selbst am besten kennen und formulieren können. Sie sollen sich zu ihren Belangen äußern und in Planungen und Projekten, die sie betreffen, einbezogen werden. Dies gilt im Besonderen auch in der internationalen Zusammenarbeit.

Unsere Vorgehensweise

Das Kindermissionswerk achtet in seinen Projekten zur Unterstützung von Kindern mit Behinderung darauf, dass die Gesellschaft eingebunden und sensibilisiert wird und die Kinder Mitgestaltungsmöglichkeiten erhalten.


Barrierefrei zur Inklusion!

Inklusion funktioniert erst, wenn es keine Barrieren gibt, die sie aufhält. Barrieren sind für Kinder mit Gehbehinderung zum Beispiel schwer zugängliche Wege, fehlende oder nicht abgesenkte Bürgersteige, Treppen und Stufen. Für Kinder mit einer Sehbehinderung sind Barrieren zum Beispiel fehlende Hilfsmittel wie Brillen oder Tasthilfen. Ein eingeschränkter Zugang zu Kommunikation und Wissen ist ebenfalls eine Barriere: Kindern mit Behinderung bleiben Informationen vorenthalten, wenn sie nicht in Brailleschrift, leichter Sprache oder Gebärdensprache verfügbar sind.

Weniger offensichtliche Barrieren sind die im sozialen Miteinander. Sie reichen von der Überbehütung bis zu vielfältiger Diskriminierung und hindern Kinder mit Behinderung in ihrer Entwicklung. Ein Bewusstsein für diese Barrieren zu schaffen und Lehrer, Therapeuten, Bezugspersonen und Begleiter beim Abbau dieser Barrieren zu unterstützen, ist eine wichtige Voraussetzung, um Kindern mit Behinderung den Weg in die Gesellschaft zu ebnen.

Unsere Vorgehensweise

Das Kindermissionswerk legt großen Wert darauf, Schulen in ihren Inklusionsmöglichkeiten zu stärken. Projektpartner befähigen Lehrer, sich Kindern mit besonderen Bedürfnissen zu widmen. Beim Bau neuer Gebäude achtet das Kindermissionswerk auf eine möglichst behindertengerechte Bauweise. Es fördert zudem die Teilnahme von Kindern mit Behinderung an Freizeitaktivitäten, um Berührungsängste abzubauen und Inklusion voranzutreiben.


Familien brauchen Unterstützung!

Ein Kind mit Behinderung zu haben, stellt Familien oft vor psychischen und finanziellen Herausforderungen. Vor allem in Entwicklungsländern mangelt es an sozialen Sicherungssystemen, die die Familien unterstützen. Das führt dazu, dass Kinder mit Behinderung oft vernachlässigt oder in Einrichtungen untergebracht werden. Da die Familie der erste und wichtigste Bezugspunkt für Kinder ist, muss sie unterstützt werden, damit sie ihr Kind mit Behinderung umfassend betreuen und fördern kann.

Unsere Vorgehensweise

Den Projektpartnern des Kindermissionswerks ist es wichtig, bei der Förderung von Kindern mit Behinderung auch die Eltern, Familien und andere Bezugspersonen in den Blick zu nehmen. Sie beziehen sie in die Planung und Umsetzung von Projekten mit ein und achten auf deren besondere Bedürfnisse. Wo immer möglich, stärken sie die Familie, damit diese Heimat und engster Bezugsrahmen für das Kind bleiben kann. Dies geschieht zum Beispiel mit Einkommen schaffenden Initiativen, Selbsthilfegruppen und der Einbeziehung des Umfelds durch gemeindebasierte Rehabilitation.


Unser Spendenkonto
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