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Interview mit Prälat Krämer, Präsident des Kindermissionswerks

„Die Sternsingeraktion begeistert auch Flüchtlingskinder!“

Eine Million Flüchtlinge sind im Jahr 2015 in Deutschland registriert worden, darunter tausende Kinder. In der Schule finden sie neue Freunde, in ihrem neuen Umfeld lernen sie die deutsche Sprache und Kultur, also auch alte Bräuche und Traditionen kennen. In den Gemeinden kommen viele der Jungen und Mädchen erstmals mit der Sternsingeraktion in Berührung. Welche Chancen und Herausforderungen das mit sich bringt, erzählt Prälat Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger’, im Interview.

Dürfen Flüchtlingskinder beim Sternsingen mitmachen, auch wenn sie keine Christen sind?
Natürlich freuen wir uns, wenn die Sternsinger auch ihre Freunde mitnehmen. Die Sternsingeraktion begeistert auch Kinder, die noch nicht zum engeren Kreis unserer Gemeinden gehören. Dazu zählen jetzt in besonderer Weise auch Kinder, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind. Darunter sind viele christliche Jungen und Mädchen und natürlich auch viele muslimische Kinder.
Das Dreikönigssingen ist ein christlicher Brauch. Die Sternsinger bringen den weihnachtlichen Segen in die Häuser, die Botschaft von der Menschwerdung Gottes und vom Heil für alle Menschen. Das wird sich nicht jeder Muslim ohne Weiteres zu eigen machen können, und das müssen wir auch respektieren. Daher sollte man mit hoher Sensibilität vorgehen. Natürlich müssen auch die Eltern immer maßgeblich einbezogen sein.

Werden die Sternsinger auch Flüchtlingsfamilien besuchen?
Ja, ich würde mir sehr wünschen, dass die Sternsinger auch Flüchtlingsfamilien besuchen, die bei uns eine neue Heimat gefunden haben - einfach, um ihnen den Segen des neuen Jahres zu bringen und ihnen ein Zeichen zu geben, dass sie zur Gemeinschaft gehören und bei uns willkommen sind!

Wie engagiert sich das Kindermissionswerk für Flüchtlingskinder?
Seit vielen Jahren setzen wir uns für Flüchtlingskinder ein. In den letzten Jahren hat unser Engagement für Flüchtlinge zugenommen, besonders im Nahen Osten, aber auch in vielen Ländern Afrikas und in Asiens. Wenn wir Flüchtlinge hier in Deutschland sehen, denken wir auch an die Situationen, aus denen sie stammen und an die Menschen, die sie zurückgelassen haben. Wir setzen uns dafür ein, dass genau in diesen Regionen Flüchtlingskindern und ihren Familien geholfen wird.

Heimatlos

Kinder auf der Flucht

Mitte 2016 waren rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht, die Hälfte davon waren Kinder. Diese Menschen mussten ihre Heimat verlassen, ihre Familien wurden auseinandergerissen. Unsere Projektpartner setzen sich weltweit für diese Kinder und ihre Familien ein.

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Zeichen setzen

Unsere Mitmach-Aktion "Leben retten!"

Kinder und Jugendliche sind schockiert von der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Wir geben ihnen ein Forum, in dem sie ihre Gefühle und Wünsche zum Ausdruck bringen können. Gemeinsam fordern wir: Wir wollen, dass keine Menschen im Mittelmeer sterben. 

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Für Kinder

Ein Jahr mit Rewan & Mohammad

Rewan und Mohammad sind 10 und 8 Jahre alt. Sie leben mit ihren Familien in Köln und gehen in die Grundschule. Klingt alles ganz „normal“, oder? Aber die beiden kommen eigentlich aus Syrien. Weil dort Krieg ist, sind sie geflohen: Wie ist die neue Heimat so? Wie läuft es mit dem Deutsch lernen? ­– Wir möchten die Zwei kennenlernen. Ihr auch?

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Dossier

Auf der Flucht - Flüchtlingskinder weltweit

Warum müssen Menschen fliehen? Inwiefern sind Kinder, die ihre Heimat verlassen mussten, besonders gefährdet? Wie wirkt sich die Flucht auf ihr seelisches Befinden und ihre Entwicklung aus? Welche Unterstützung brauchen sie, und wie hilft ihnen das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘? Wie ergeht es Flüchtlingskindern bei uns in Deutschland? Antworten auf diese Fragen bietet das Dossier mit Beiträgen von Fachleuten und Projektpartnern.

Onlinespiel für Kinder

Atu auf der Flucht

Mach dich auf die spannende Reise in ein afrikanisches Flüchtlingslager und treffe den Jungen Atu. Er erzählt dir von seiner lebensgefährlichen Flucht.

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