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Wann, wie und warum kam es vor über 25 Jahren zur Verankerung der Kinderrechte? Wer hat die Erklärung bis heute unterzeichnet? Und welche Leitlinien erwachsen daraus?

Meilensteine der Kinderrechte

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde am 20. November 1989 von der Vollversammlung der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen angenommen. Die Kinderrechtskonvention (KRK) sichert jedem Kind – also Mädchen und Jungen bis zum 18. Lebensjahr – persönliche, wirtschaftliche und kulturelle Rechte zu.

Vorläufer der Kinderrechtskonvention waren die ersten internationalen Kinderrechtsdokumente: die Genfer Erklärung über die Rechte des Kindes (1924) und die UN-Deklaration über die Rechte des Kindes (1959).

Die Kinderrechtskonvention wurde von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen mit Ausnahme von Somalia, den USA und dem Südsudan ratifiziert und gilt damit als erfolgreichster Völkerrechtsvertrag aller Zeiten.

Vier Leitprinzipien

Vier Leitprinzipien bestimmen die Kinderrechtskonvention:

  • Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung (Artikel 2).
  • Vorrangigkeit des Kindeswohls: Das Grundprinzip der Orientierung am Kindeswohl (“best interest of the child”) (Artikel 3).
  • Sicherung von Entwicklungschancen: Das Grundprinzip besagt, dass jedes Kind ein Recht auf bestmögliche Entwicklungschancen hat (Artikel 5 und 6).
  • Berücksichtigung des Kindeswillens: Die Kinder haben das Recht darauf, dass sie zu allen sie betreffenden Angelegenheiten ihre Meinung äußern können und dass diese auch entsprechend berücksichtigt wird. (Artikel 12)

Die Rechte der Konventionen bauen auf diese Prinzipien auf. Sie gliedern sich in drei Teile:

  1. Recht auf Förderung und Entwicklung („provision“)
  2. Recht auf Schutz („protection“)
  3. Recht auf Beteiligung („participation“)

Drei Zusatzprotokolle

Das Übereinkommen über die Rechte des Kindes wurde seit seinem Inkrafttreten am 2. September 1990 durch drei Zusatzprotokolle erweitert:

  • Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten (ratifiziert am 12.2.2002, kundgemacht mit BGBl. III/92/2002)
  • Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornographie (ratifiziert am 6.6.2004, kundgemacht mit BGBl. III/93/2004)
  • Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend ein Mitteilungsverfahren (unterzeichnet am 28.2.2012; noch keine Ratifizierung)

Staatliche Verpflichtung

Mit dem Beitritt zur bzw. mit der Ratifikation der UN-Kinderrechtskonvention verpflichten sich die Vertragsstaaten, die in mehr als 50 Artikeln festgelegten Rechte der Kinder zu verwirklichen. Dem Kinderrechtsausschuss der Vereinten Nationen wird sodann von den Regierungen in Fünf-Jahres-Intervallen über die Umsetzung der Konvention berichtet.

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Das Sternsingen ist im Dezember 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.