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Erschütternde Berichte, wirksame Hilfe

Corona-Hilfe für Kinder in Sternsinger-Projekten

Die Sternsinger-Partner weltweit sind in großer Sorge. In der Folge der Corona-Pandemie nehmen häusliche Gewalt und materielle Not weiter zu. Vielen Kindern fehlt die Schule – oft der einzige Ort, an dem sie Geborgenheit erfahren, eine warme Mahlzeit bekommen, gefördert werden.

So trifft Corona Kinder

Corona ist vor allem für ältere Menschen gefährlich. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit: Die indirekten Opfer der Pandemie sind Kinder.

ARBEIT STATT SCHULE

Schon gewusst? 1,6 Milliarden Mädchen und Jungen weltweit konnten zwischenzeitig nicht zur Schule gehen. Das sind 91 Prozent aller Kinder auf dieser Erde. Zum ersten Mal in der Geschichte war die Bildung einer ganzen Generation unterbrochen. Diese Kinder drohen den Anschluss an Bildung zu verlieren. Millionen Kinder laufen so Gefahr wieder in die Kinderarbeit zu rutschen und ausgebeutet zu werden. Damit würde Kinderarbeit zum ersten Mal seit 2000 weltweit wieder steigen.

GEWALT STATT GEBORGENHEIT

Weltweit steigt die Zahl der Kinder, die von Prostitution, sexuellen Missbrauch, Menschenhandel und Genitalverstümmelung betroffen sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. 2020 wurde eine halbe Million Mädchen zusätzlich zwangsverheiratet. Eine Million Minderjährige mehr könnten schwanger werden und laufen dadurch Gefahr, ihr Leben zu verlieren, denn Geburten sind die häufigste Todesursache bei Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren.

ARMUT STATT ZUKUNFT

Nach Schätzungen werden 66 Millionen Kinder weltweit durch die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona in die extreme Armut abrutschen. Sie müssten dann mit weniger als 1,90 Dollar am Tag leben. Viele Mädchen und Jungen werden dazu gezwungen sein, Geld zu verdienen, damit die Familie nicht hungert.

KRANKHEIT STATT GESUNDHEIT

Rund 80 Millionen Kinder weltweit sind gefährdet, eine lebenswichtige Impfung etwa gegen Masern, Polio oder Tetanus zu verpassen. Durch Corona mussten in über 60 Ländern entsprechende Impfkampagnen gestoppt werden. Schon jetzt sterben täglich etwa 21.000 Mädchen und Jungen jeden Tag an Krankheiten, die größtenteils vermeidbar und heilbar sind.

HUNGER STATT WACHSTUM

Der pandemiebedingte Wirtschaftseinbruch hat allein 2020 bei bis zu 80 Millionen Menschen zusätzlich zu Unterernährung geführt hat? 6-7 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden an Auszehrung und akuter Mangelernährung - eine Zunahme um 14 Prozent. Allein in Afrika und Südasien werden hierdurch jeden Monat 10.000 Kinder zusätzlich sterben.

 

Die Hilferufe unserer Partner erschüttern uns. Gemeinsam mit den Sternsingern und allen Spenderinnen und Spendern setzen wir alles daran, die Kinder in rund 1.600 Projekten weltweit auch und gerade in der Krise zu schützen.

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Für Kinder und Familien in der Corona-Krise weltweit.

Essen verteilen, Missbrauch verhindern, Kinder stärken:

Beispiele für die Arbeit der Sternsinger-Partner

Ukraine

Familien brauchen Nahrungsmittelpakete

 

Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren. Vor allem kinderreichen Familien, Alleinerziehenden und Familien mit behinderten Kindern brach durch die Corona-Pandemie die Lebensgrundlage weg. Ein Team aus 30 Freiwilligen und Priestern verteilt mit Hilfe der Sternsinger Pakete mit Kartoffeln, Getreide, Nudeln, Reis und weiteren Lebensmitteln. „Wir bekommen immer mehr Anfragen von Familien, die uns um Lebensmittel bitten“, schreibt Sternsinger-Partner Pfarrer Mykahilo Klapkiv aus der Erzdiözese Ivano-Frankivsk.

Sierra Leone

Kindesschutz und Krankheitsprävention


Die Gefahr des sexuellen Missbrauchs von Kindern im häuslichen Umfeld ist infolge der Corona-Pandemie weltweit gestiegen, so auch in Sierra Leone. Die Sternsinger-Partnerorganisation „Commit and Act“ setzt sich in dem westafrikanischen Land für Kinderschutz und gegen sexuelle Gewalt ein. Sozialar­beiterinnen und Psychologinnen schützen und betreuen Mädchen und Frauen, die sexuelle Gewalt erleiden mussten, und setzen sich für ihre Rechte ein. In der Corona-Pandemie klären die Mitarbeiterinnen die Menschen in den Dörfern zusätzlich auf, um Ansteckungen zu verhindern.

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Bangladesch

Lebensmittel, Aufklärung und Bildung

Bangladesch ist eines der ärmsten Länder Asiens. Etwa 40 Prozent der Menschen können weder lesen noch schreiben, es mangelt an Gesundheitsvorsorge und Hygienewissen. Infolge der  Corona-Pandemie haben viele tausend Menschen ihr Einkommen verloren. Die Sternsinger-Partnerorganisation ANANDO verteilte an 4.000 besonders bedürftige Familien vier Monate lang Lebensmittelpakete und klärte sie gleichzeitig darüber auf, wie sie sich vor Ansteckungen schützen können. Ein von ANANDO gefördertes kindgerechtes Fernsehprogramm vermittelt Kindern Hygiene- und Abstandsregeln. Zudem bildete ANANDO rund 100 Lehrer zur Nutzung von Onlinemedien fort und versorgt Schüler mit Unterrichtsmaterialien.

Brasilien

Jugendliche betreiben Online-Prävention

Die Sternsinger-Partnerorganisation REDES setzt sich seit vielen Jahrenin Rio de Janeiro für die Prävention von Viruserkrankungen wie Dengue- oder Gelbfieber ein. Seit Beginn der Corona-Pandemie auch für die COVID-19-Prävention. Dabei arbeitet sie eng mit Jugendlichen vor Ort zusammen. Da Hausbesuche und persönliche Begegnungen derzeit nicht möglich sind, setzt REDES auf kreative Online-Prävention, welche die Jugendlichen selbst entwickelt haben. Mit Erfolg: Über soziale Medien, WhatsApp-Gruppen und neue YouTube-Formate gelingt es den Jugendlichen sogar, noch mehr Menschen als zuvor zu erreichen.

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