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Kinderschutz im Kindermissionswerk

Kinder zu schützen, ist unsere Mission

In rund 100 Ländern setzten wir uns dafür ein, dass die Würde von Kindern geachtet wird und ihre Rechte geschützt werden. Unsere Mission ist es, Kindern eine ganzheitliche Entwicklung in einem sicheren Umfeld zu ermöglichen. Wir stellen deshalb den Schutz von Kindern im Sinne ihrer körperlichen und psychischen Unversehrtheit und die Erfüllung ihrer altersentsprechenden Bedürfnisse in den Mittelpunkt unserer Arbeit. 

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen tragen wir dazu bei, dass Kinder und Jugendliche sicher aufwachsen und sich in einem friedvollen und geschützten Umfeld entwickeln können. An unsere Arbeit haben wir den Anspruch, die systemischen Ursachen von Gewalt gegen Kinder – sei sie körperlich, emotional oder sexuell ­– zu überwinden.

Unsere aktuelle Leitlinie für den Kinderschutz schildert detailliert unsere Maßnahmen zur Prävention und Einhaltung unserer Standards in unseren Projekten weltweit und all unseren Tätigkeitsbereichen im Inland.

Was Kinderschutz für unsere Arbeit konkret bedeutet, erklären wir außerdem kurz und knapp hier:

Sie möchten uns zum Thema Kinderschutz kontaktieren? Schreiben Sie uns.

Unsere Strategie

Im Inland

Um den Schutz von Kindern und Jugendlichen sicherzustellen: 

  • verpflichten sich alle Mitarbeitenden im Rahmen ihres Arbeitsvertrages zur Einhaltung unserer Leitlinie Kinderschutz. Dazu gehört ein Verhaltenskodex, eine Selbstauskunftserklärung ebenso wie die regelmäßige Abgabe eines erweiterten Führungszeugnisses.
  • werden alle Mitarbeitenden über den Kinderschutz informiert und nehmen an einer Basischulung teil
  • erhalten Mitarbeitende, die aufgrund ihres Aufgabenbereichs einen engen und intensiveren Kontakt zu Minderjährigen haben, eine zweitägige Intensivschulung, die durch weitere Seminar regelmäßig aufgefrischt wird.

In unserer Presse-, Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit achten wir den Kinderschutz in allen Veröffentlichungen. Denn wenn wir über Kinder und Jugendliche berichten, tragen wir eine besondere Verantwortung. Deshalb

  • berichten wir in Bild, Video und Text immer so, dass die Würde der Kinder und Jugendlichen gewahrt und ihre Persönlichkeitsrechte geachtet werden, 
  • zeigen wir keine Bilder von nackten Kindern oder Darstellungen, die sexuelle Assoziationen hervorrufen könnten,
  • zeigen wir keine Bilder, die Kinder oder ihre Familien Familien in unseren Projektländern in Gefahr bringen oder zum Opfer von Diskriminierung machen würden, 
  • achten wir besonders auf den Schutz persönlicher Daten.

Bei der Vorbereitung und Durchführung stehen wir den Verantwortlichen für die Sternsingeraktion jederzeit zum Thema Kinderschutz zur Seite. Auf unserer Webseite geben wir deshalb Tipps zum Thema Sternsingen und Kinderschutz; in den Publikationen greifen wir das Thema immer wieder auf.

Da die Sternsingeraktion in den Pfarrgemeinden selbst durchgeführt und verantwortet wird, gilt für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, für Jugendliche wie Erwachsene, die Präventionsordnung der jeweiligen Diözese.

Unsere Strategie

Im Ausland

Besonders wichtig ist der Kinderschutz unseren Projekten weltweit. Die Gewährleistung des Kinderschutzes ist die Basis jeder Förderung. Zugleich gibt es „Leuchtturmprojekte“, die speziell den Kinderschutz fördern, wie Programme zur Förderung gewaltfreier Erziehung. Ab Mitte 2023 werden wir nur noch Projekte mit Partnern und Partnerinnen fördern, die explizit eine Kinderschutz-Policy besitzen.

Deshalb unterstützen wir:

  • die Entwicklung und Anwendung von Kinderschutz-Policies durch unsere Partner und Partnerinnen,
  • Fortbildungen und Schulungen zum Kinderschutz für Mitarbeitenden in den Projekten
  • Ausbildung von Fachleuten im Bereich Kinderschutz
  • bewusstseinsbildende Maßnahmen für Kinder und Jugendliche sowie für Eltern und andere Menschen in ihrem Lebensumfeld,
  • Programme zur Stärkung der Kinderrechte und des Kinderschutzes
  • Initiativen, die auf gesellschaftlicher wie politischer Ebene für die Kinderrechte und den Kinderschutz eintreten.

Viele Partner und Partnerinnen des Kindermissionswerks nehmen junge Menschen auf, die schlimme Erfahrungen gemacht haben. Kinder und Jugendliche, die körperliche, seelische oder sexuelle Gewalt erfahren mussten, werden in den Projekten angemessen begleitet.

Deshalb unterstützen wir:

  • traumapädagogische Begleitung,
  • psychologische, heilpädagogische und medizinische Behandlung,
  • psychosoziale Beratung und, wo es nötig ist,
  • die Aufnahme in Schutzhäusern.
Ganz konkret – Kinderschutz in einem unserer Projekte

Der Schutz von Kindern ist die Basis jedes unserer geförderten Projekte. Wie das aber praktisch aussehen kann, das zeigen wir anhand unseres langjährigen Partners "Commit and Act" in Sierra Leone. Im Schutzhaus der Organisation finden Mädchen, die sexuell missbraucht worden sind, einen sicheren Ort.

ZUM KINDERSCHUTZ-PROJEKT

Unsere Stabsstelle ,Kinderschutz'

Unsere Stabsstelle Kinderschutz schafft die Voraussetzungen dafür, dass das Kindermissionswerk in seiner Inlandsarbeit und gemeinsam mit den Partnerorganisationen im Ausland Präventions-, Interventions- und Kontrollmechanismen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen umsetzt.

Prävention
Von Mitte 2023 werden wir nur noch Projekte fordern, die über ein institutionelles Schutzkonzept verfügen oder zeitnah entwickeln. Um sicherzustellen, dass das Konzept auch in der täglichen Arbeit der Organisation gelebt wird, verstärken wir unser Monitoring der Projekte unter dem Aspekt des Kinderschutzes.

Verfahren bei Verdachtsfällen
Wir haben ein standardisiertes und transparentes Vorgehen installiert, das bei jeder Meldung von Verdachtsfällen auf Kindeswohlgefährdungen im Kontext seiner Tätigkeiten greift.

Unsere Stabsstelle Kinderschutz nimmt jeden Verdacht einer Grenzverletzung in den Projekten ernst, geht ihm nach und dokumentiert ihn.

Ihre Ansprechpartnerin

 

Susanne Brenner-Büker
Stabsstelle Kinderschutz

brenner [at] sternsinger.de 


Unser Netzwerk

Wir haben einige starke Kooperationspartner an unserer Seite, die sich für Kinderrechte und Kinderschutz einsetzen. Gleichzeitig sind wir auch Teil größerer Zusammenschlüsse, um den Kinderschutz auf nationaler und internationaler Ebene zu stärken.

Institut für Anthropologie (IADC)

Das Institut für Anthropologie (IADC) an der Päpstlichen Universität Gregoriana (PUG) engagiert sich weltweit für den Schutz von Minderjährigen, indem es Präventionsmaßnahmen gegen sexuellen Missbrauch fördert und entsprechende Bildungsressourcen zur Verfügung stellt.

Mehr zum IADC : Institut für Anthropologie (IADC)

Mehr über die Arbeit des IADC (ehemals: Centre for Child Protection, CCP) erfahren Sie in diesem Interview.

ECPAT

ECPAT Deutschland e. V. - Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder gegen sexuelle Ausbeutung - ist ein bundesweiter Zusammenschluss von 28 Institutionen und Gruppen. Die Arbeit des Vereins und seiner Mitgliedsorganisationen wird vom Grundsatz geleitet, dass jedes Kind Anspruch auf umfassenden Schutz vor allen Formen der kommerziellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs hat.

Mehr zu Ecpat : ECPAT

National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention

Wir sind Mitglied der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. In diesem Netzwerk haben sich bundesweit 120 Organisationen und Initiativen zusammengeschlossen, um die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland bekannt zu machen und ihre Umsetzung voranzubringen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt hier auf dem Kinderschutz.

Mehr zur National Coalition : National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention


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