Zur Aktion Dreikönigssingen 2026
Königlicher Besuch fürs Bundeskanzleramt
"Ihr seid auch ein echtes Vorbild für viele Erwachsene"
Mit großen Sternen, glänzenden Kronen sind am Dienstagnachmittag 108 Sternsingerinnen und Sternsinger ins Bundeskanzleramt eingezogen. Empfangen wurden sie herzlich von Minister Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, der tolle Worte für das Engagement der angereisten Kinder und Jugendlichen fand: "Ich finde großartig, wie ihr das macht. Es ist echte Nächstenliebe. Und es überträgt das, was wir in den Kirchen machen, in das echte Leben. Ihr seid damit ein Vorbild für viele Gleichaltrige. Und ihr seid auch ein echtes Vorbild für viele Erwachsene."
„Ein Ausweg aus der Kinderarbeit ist die Schule."
Aus allen Himmelsrichtungen waren die engagierten Königinnen und Könige nach Berlin gekommen und hatten eine wichtige Botschaft dabei. „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Motto der aktuellen Aktion Dreikönigssingen. Die Sternsingerinnen und Sternsinger Liuba (16), Marie (12), Rebecca (11) und Sebastian (9) aus der Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid (Bistum Essen) gingen vor Thorsten Frei ins Detail: Am Beispiel von Tazim und Nour, zwei ehemals arbeitenden Kindern aus Bangladesch, machten die Vier deutlich: „Ein Ausweg aus der Kinderarbeit ist die Schule. Denn wenn Kinder zur Schule gehen, können sie später einen guten Beruf erlernen, um ihre Familie zu ernähren. Und dann können irgendwann auch ihre Kinder zur Schule gehen.“ Abschließend überreichten sie Minister Thorsten Frei ein symbolträchtiges Geschenk – eine kleine Schultafel mit der Aufschrift: „Kinderrechte sind Chefsache!“
An der Seite von Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks, bedankte sich Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), bei Minister Thorsten Frei für die Einladung und warb im Sinne der Kinder in aller Welt um die Unterstützung aus der Politik: „Kinderrechte brauchen politische Unterstützung. Sie brauchen klare Entscheidungen in der Entwicklungszusammenarbeit, ein konsequentes Vorgehen gegen Kinderarbeit entlang globaler Lieferketten und das klare Bekenntnis zu Deutschlands internationaler Verantwortung."
Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Jeweils vier Königinnen und Könige aus allen 27 Bistümern repräsentieren dabei alle Kinder und Jugendlichen, die sich überalll in Deutschland in diesen Tagen auf ihrem Weg zu den Menschen machen, um zu betonen: Kinder gehören in die Schule und nicht in die Frabrik.