„Es braucht verbindliche politische Maßnahmen gegen Kinderarbeit“
Noch immer müssen 138 Millionen Mädchen und Jungen weltweit arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Tazim aus Bangladesch musste stundenlang in einer Fabrik Aluminiumschüsseln herstellen. Dank der Hilfe der Sternsinger kann er heute wieder in die Schule gehen. Foto: Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ / ich.TV / K M Asad
Aachen. Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ wird an der 6. Weltkonferenz zur Beseitigung von Kinderarbeit teilnehmen, die vom 11. bis 13. Februar in Marokko stattfindet. Im Vorfeld der Konferenz, die vom Königreich Marokko in Zusammenarbeit mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) ausgerichtet wird, fordert das Kindermissionswerk entschlossene politische Maßnahmen im Kampf gegen Kinderarbeit. Freiwillige Selbstverpflichtungen reichten nicht aus, notwendig seien verbindliche Regeln, starke Bildungssysteme und funktionierende Sicherungssysteme für Familien.
„Wir werden als Hilfswerk die Stimme von Kindern in die internationalen Debatten einbringen und zeigen, dass Kinderarbeit zurückgedrängt werden kann, wenn der politische Wille dazu da ist“, sagt Vincent Bergauer, Referent für politische Interessenvertretung im Kindermissionswerk und Teilnehmer der Konferenz. „Jedes Kind muss die Möglichkeit haben, in die Schule zu gehen, Familien müssen existenzsichernd unterstützt werden. Denn Armut, fehlende Bildung und mangelnde soziale Sicherung zählen zu den Hauptursachen von Kinderarbeit“, betont Bergauer.
Drei Tage lang werden Regierungen, internationale Organisationen, die Zivilgesellschaft, Wissenschaftler sowie Kinder und Jugendliche in Marrakesch über Maßnahmen zur Beseitigung von Kinderarbeit diskutieren. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl arbeitender Kinder zwar fast halbiert, doch das Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, wurde nicht erreicht. Noch immer müssen 138 Millionen Mädchen und Jungen weltweit arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen.
Sternsinger gegen ausbeuterische Kinderarbeit
Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger’ setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern weltweit für die Rechte von Mädchen und Jungen ein und schützt sie vor Unterdrückung und Ausbeutung. Dazu zählt auch der Kampf gegen Kinderarbeit. Partnerorganisationen des Hilfswerks befreien Kinder aus Arbeitsverhältnissen und ermöglichen ihnen den Schulbesuch. „Ausbeuterische Kinderarbeit raubt Millionen Kindern ihre Zukunft und verletzt massiv ihre Rechte. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Mädchen und Jungen weltweit weiterhin unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen“, sagt Bergauer.
Die Bekämpfung von Kinderarbeit stand auch im Fokus der vergangenen Sternsingeraktion. Zu Beginn dieses Jahres hatten die Sternsingerinnen und Sternsinger in ganz Deutschland unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ bei ihrer 68. Aktion Dreikönigssingen auf das Thema aufmerksam gemacht.
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PM 02-2026
RB
>> Ein Foto von Vincent Bergauer sowie Bilder zum Thema Kinderarbeit gibt es hier.
>> Mehr Infos zur Arbeit des Kindermissionswerks im Kampf gegen Kinderarbeit gibt es hier.
>> Das aktuelle Dossier des Kindermissionswerks zum Thema Kinderarbeit gibt es hier.