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„Trauer, Verzweiflung, Wut und Angst sind allgegenwärtig“

Vier Jahre Krieg gegen die Ukraine: Kindermissionswerk steht an der Seite seiner Partner / Sechs Millionen Euro an Hilfen seit Kriegsausbruch

 

Auch nach vier Jahren Krieg sind die Partner des Kindermissionswerks in der Ukraine unter schwierigsten Bedingungen weiter unermüdlich im Einsatz und stehen den Kindern bei. Foto: Projektpartner/Kindermissionswerk

Aachen. Am 24. Februar geht der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine in sein fünftes Jahr. Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ steht weiter fest an der Seite seiner ukrainischen Partner und hat seit dem brutalen Überfall Russlands im Jahr 2022 mehr als sechs Millionen Euro für Hilfen bereitgestellt. „Auch wenn Trauer, Verzweiflung, Wut und Angst allgegenwärtig sind: Aufgeben ist für die Menschen in der Ukraine keine Option“, sagt Dr. Klemens Büscher, Ukraine-Länderreferent im Kindermissionswerk. „Viele Kinder leiden an psychischen Traumata, an sozialer Isolation und Bildungsrückstand. Besonders dringend benötigt wird deshalb die ganzheitliche Hilfe, die unsere Partner in verschiedenen Zentren und Programmen zur psychosozialen und pädagogischen Unterstützung von Kindern und ihrer Familien leisten“, so Büscher.

Seit der russischen Vollinvasion 2022 wurden laut UN-Angaben etwa 3.200 Mädchen und Jungen in der Ukraine  verletzt oder getötet. Mehr als 1.700 Schulen und weitere Bildungseinrichtungen wurden durch den Krieg beschädigt oder vollständig zerstört. „Kinder leben unter ständigem Stress, besuchen Schulen, deren Unterricht häufig durch Luftangriffe unterbrochen wird, eilen in Schutzräume und leiden unter unruhigem Schlaf. Sie müssen ihren Tagesablauf an lange Stromausfälle und andere Herausforderungen anpassen“, beschreibt ein Sternsinger-Partner von der Patriarchalkurie der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche den Alltag der Kinder. „Da der diesjährige Winter sehr kalt und schneereich war, hat der Feind dies ausgenutzt. Aufgrund häufiger und heftiger Angriffe auf kritische Infrastrukturen und das Energienetz erleben die Ukrainer den härtesten Winter ihrer Geschichte“, schildert der Partner die Situation vor Ort.

Auch die Caritas Ukraine, ein weiterer Partner des Kindermissionswerks, beschreibt die Angriffe auf die zivile Infrastruktur und deren Folgen als dramatisch: „Die systematische Zerstörung von Versorgungsleitungen ist eine direkte Bedrohung für das Überleben von Kindern. Abgesehen von den offensichtlichen physiologischen Risiken, wie vermehrten Lungenentzündungen aufgrund ungeheizter Wohnungen, sind Kinder einer schweren psychischen Belastung ausgesetzt.“

Uliana Kotsemira arbeitet als Psychologin bei der Caritas in Drohobych. Sie sagt: „Nach vier Jahren Krieg ist Angst für viele Kinder zum Alltag geworden. Sie ist nicht immer sichtbar, aber sie beeinflusst sie zutiefst. Wir beobachten Ängste, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Die Nacht ist besonders stressig. Sirenen, Explosionen und lange Stunden ohne Strom verstärken die Angst der Kinder. Dunkelheit und Kälte lassen alles noch schwerer erscheinen.“

Luftschutzräume, Lebensmittel, psychosoziale Hilfe

Das Kindermissionswerk unterstützt seine Partner bei der Versorgung besonders bedürftiger Familien mit haltbaren Lebensmitteln und Hygieneartikeln, insbesondere in den umkämpften, frontnahen Regionen. Neben der medizinischen Versorgung liegt ein wichtiger Fokus auf Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und ihre Familien, die durch den Krieg stark traumatisiert sind. Kinderzentren der Sternsinger-Partner bieten Kindern und Jugendlichen eine sichere Umgebung, pädagogische und psychosoziale Begleitung. Hinzu kommen Hilfen bei der Ausstattung von Partner-Einrichtungen für Kinder mit Luftschutzräumen oder mit Photovoltaikanlagen, um eine teilweise autarke Stromversorgung zu sichern.

Auch nach vier Jahren Krieg sind die rund 20 Partner des Kindermissionswerks in der Ukraine unter schwierigsten Bedingungen weiter unermüdlich im Einsatz und stehen den Kindern bei. Gefragt nach der Zukunft schreibt ein Projektpartner: „Die Kinder wünschen sich das Ende des Krieges, Sicherheit, den Wiederaufbau des Landes und die Möglichkeit zu studieren, zu träumen und ohne Angst zu leben.“

Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ nimmt Spenden für vom Ukraine-Krieg betroffene Kinder entgegen:

Stichwort: Kinder Ukraine

Spendenkonto: Kindermissionswerk Die Sternsinger, Pax-Bank für Kirche und Caritas, IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31, BIC: GENODED1PAX.

 

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PM 03-2026

RB

 

>>Fotos für die Berichterstattung gibt es zum kostenfreien Download hier.

 

Pressekontakt:

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Robert Baumann 

Stephanstr. 35 – 52064 Aachen

T + 49 241 44 61-23  

M + 49 175 983 71 44 

baumann(at)sternsinger.de

www.sternsinger.de

 

 

 

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