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Erdbeben auf Flores

Erdbeben in Indonesien: Kinder und Familien brauchen Unterstützung

Am 15. August 2026 hat ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 den Norden der indonesischen Insel Flores getroffen. Die Erschütterungen waren auf der gesamten Insel und in weiteren Regionen Indonesiens zu spüren. Besonders stark betroffen sind unter anderem die Distrikte Nagekeo, Ende, Sikka, Ngada, Manggarai und Westmanggarai. Einige Nachbeben erreichten die Stärke 6,1 und 5,9.

Es kamen 71 Menschen ums Leben, 1.147 weitere Personen wurden verletzt und 24.084 Häuser wurden beschädigt. Insgesamt mussten 80.775 Menschen in Notunterkünften untergebracht werden, von denen sich einige in sehr schlechtem Zustand befinden (Stand: 23. August 2026). Aufgrund der Folgen des Erdbebens hat die Regierung von Ost-Nusa Tenggara bis zum 28. August den Notstand ausgerufen.

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Erdbeben auf Flores hinterlässt schwere Schäden

In einigen Regionen wurden Gebäude schwer beschädigt­, darunter Wohnhäuser, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen. Die Versorgung mit Strom und Wasser sowie die Kommunikation sind teilweise eingeschränkt. Auf blockierten Straßen laufen derzeit Räumungsarbeiten, darunter die Trans-Flores-Straße, eine wichtige Verkehrsader für die Anbindung und den Transport lebenswichtiger Güter auf der Insel Flores.

Kinder leiden unter den Folgen

Die Nachwirkungen des Erdbebens sind auch für Kinder auf Flores deutlich spürbar: Viele Schulgebäude wurden beschädigt oder sind eingestürzt. In den besonders betroffenen Gebieten findet der Unterricht deshalb derzeit nicht wie gewohnt statt. Auf Empfehlung der zuständigen Bildungsbehörden wurde das Lernen von zu Hause zunächst bis zum 25. August verlängert. Viele Kinder leben aktuell mit ihren Familien in Notunterkünften.

Die Folgen des Erdbebens zeigen sich auch im Verhalten der Kinder. Unsere Partnerorganisationen berichten, dass viele Kinder sehr ängstlich sind und bei lauten Geräuschen leicht erschrecken. Die anhaltenden Nachbeben verstärken diese Angst. Einige Kinder wirken gedankenverloren und verunsichert.

Hilfe für betroffene Kinder und Familien auf Flores

Unsere Partnerorganisationen vor Ort leisten bereits konkrete Hilfe für die betroffenen Menschen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der psychosozialen Unterstützung der Kinder. Viele von ihnen leiden unter Ängsten, Schlafstörungen oder reagieren mit Rückzug und Reizbarkeit. Verschiedene Maßnahmen zur Traumabewältigung und psychosozialen Rehabilitation sollen ihnen helfen, mit den Folgen des Erdbebens und den anhaltenden Nachbeben umzugehen. Hierbei setzen unsere Partnerorganisationen darauf, für die Kinder Orte zu schaffen, an denen ihnen Erwachsene Sicherheit geben und wieder Strukturen durch kindgerechte Aktivitäten schaffen. Einfache Dinge wie Spiel- und Lernmaterialien helfen schon dabei, ihnen ein Stück Normalität zurückzugeben.

Doch die Folgen des Erdbebens werden die Menschen auf Flores noch lange begleiten. Neben der psychosozialen und medizinischen Versorgung braucht es weiterhin Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Hygieneartikel und Unterstützung bei der Unterbringung. Langfristig müssen beschädigte Häuser und Infrastruktur wie etwa Schulen repariert und wiederaufgebaut werden.

 

Damit Kinder wieder spielen, lernen und sich sicher fühlen können.

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