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Sternsingen praktisch

Fragen & Antworten

Jedes Jahr erreichen uns im Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ zahlreiche Fragen rund um die Aktion Dreikönigssingen. Die wichtigsten haben wir hier für Sie beantwortet.

Was ist Sternsingen?

330.000 Sternsinger in ganz Deutschland ziehen um den 6. Januar von Tür zu Tür, segnen Häuser und Wohnungen und sammeln Spenden für Not leidende Kinder in der ganzen Welt. Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Als Könige gekleidet zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. Das Kindermissionswerk hat den Brauch 1958 durch die Sternsingeraktion wieder aufgegriffen und ihm ein neues Ziel gegeben. Heute ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Welche Kinder dürfen Sternsinger werden?

Alle Kinder sind herzlich eingeladen, beim Sternsingen mitzumachen. In vielen Pfarrgemeinden engagieren sich Kommunionkinder, Kinder aus Jugendverbänden, Messdienergruppen oder Kinderchören. Neben den Sternsingern selbst sind ältere Jugendliche und Erwachsene als Begleiter bei der Aktion dabei. Natürlich dürfen auch Kinder beim Sternsingen mitmachen, die auf der Flucht nach Deutschland gekommen sind. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was bedeutet der Segen 20*C+M+B+17?

Bei ihren Hausbesuchen schreiben die Sternsinger den Segen mit gesegneter Kreide über die Türen: 20*C+M+B+17. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wohin geht das gesammelte Geld?

Mit dem Geld, das die Sternsinger sammeln, unterstützt die Aktion Dreikönigssingen jährlich mehr als 2.000 Projekte für Kinder in Not. Eine Vergabekommission prüft und bewilligt dafür Projektanträge aus aller Welt. Der Jahresbericht zeigt, wo die Hilfe der Sternsinger greift. Einen pädagogischen Schwerpunkt setzt die Aktion Dreikönigssingen mit Beispielland und Motto. So soll den Sternsingern die Lebenssituation von Kindern am konkreten Beispiel eines Landes nahegebracht werden. Gesammelt wird aber nicht nur für dieses eine Land, sondern für alle Projekte.

Muss das gesamte Geld ans Kindermissionswerk geschickt werden?

Alle in den Pfarreien gesammelten Spenden müssen ans Kindermissionswerk überwiesen werden. So hat es die Deutsche Bischofskonferenz in der „Ordnung für die Aktion Dreikönigssingen“  eindeutig festgelegt.

Hier können Sie eine PDF-Datei der Bischöflichen Ordnung ansehen oder herunterladen.


Die Aktion Dreikönigssingen lebt vom Einsatz vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Damit eine so große Bewegung transparent und vertrauenswürdig bleibt, muss es Grundsätze und Regeln geben. Sie sorgen dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Woran erkennt man „echte“ Sternsinger?

Zum Schutz der Aktion empfehlen wir, die Sternsinger oder zumindest die Begleiter mit Ausweisen auszustatten. Darauf sollte in der Pfarrei hingewiesen werden. Die Ausweise können Sie in der gewünschten Anzahl beim Kindermissionswerk bestellen. Mit dem Stempel der Pfarrei kennzeichnen sie eine Sternsingergruppe als „echt“.

Sind die Sternsinger auf ihrem Weg von Haus zu Haus versichert?

Veranstalter der Aktion vor Ort ist die Pfarrei. Die Sternsinger und ihre Begleiter sind während der Aktion Dreikönigssingen ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarrei und so auch während des Sternsingens über die sogenannte Sammelversicherung der jeweiligen Diözese versichert. Sollte etwas passieren, gilt folgendes: Bitte so bald wie möglich den verantwortlichen Pfarrer und das Pfarrbüro informieren. Hier gibt es dann auch weitere Hilfe.
 Zu beachten sind die Regeln der Aufsichtspflicht und der Haftpflicht: Alle Leiterinnen und Leiter von Kinder- und Jugendgruppen tragen Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, die sie beaufsichtigen. Das Kindermissionswerk empfiehlt allen minderjährigen Betreuern die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter.

Wie alt sollten die Sternsinger und ihre Begleiter sein?

Vielerorts sind Kinder beim Sternsingen dabei, die noch nicht zur Schule gehen. Doch Sternsinger sind nicht einfach „niedlich“. Sie bringen den Segen des menschgewordenen Gottes und setzen sich für Altersgenossen in Not ein. Diese Verantwortung sollte den Kindern und Jugendlichen durchaus bewusst sein. Wenn Sie die Aktion vor Ort durchführen, sollten Sie dafür sorgen, dass alle Sternsinger verstehen und auch anderen erzählen können, was der Sinn ihres Tuns ist. Das Mindestalter für Begleiter ist nicht gesetzlich festgelegt. Wer die Sternsinger begleiten kann, muss aufgrund der persönlichen Reife entschieden werden. Auch die Begebenheiten vor Ort spielen eine wichtige Rolle.

Können auch evangelische Kinder beim Sternsingen mitmachen?

Ja, und sie tun das schon seit langem! Als Brauchtum hat das Sternsingen seine Wurzeln in der katholischen Kirche. Hier hat auch seit 1958 die Aktion Dreikönigssingen ihren Ort. Wo im konkreten Einzelfall Fragen zum Umgang mit ökumenischen Initiativen und Projekten bleiben, zeigt die Ordnung für das Dreikönigssingen Lösungswege auf. Die Aktion Dreikönigssingen ist ein Markenzeichen und rechtlich geschützt. Dafür, dass ihre Spielregeln respektiert werden, setzen sich die Träger – Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – konsequent ein. Wir freuen uns über alle, die bei der Aktion Dreikönigssingen mitmachen.

Sprechen Sie uns an!

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche zur Sternsingeraktion? So erreichen Sie uns!

0241.44 61-14

Unser Spendenkonto
IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31
BIC: GENODED1PAX


Das Sternsingen ist im Dezember 2015 in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.