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6. Januar 2018

Sternsinger-Empfang beim Bundespräsidenten

Pünktlich zum Dreikönigsfest am Samstag, 6. Januar, besuchten die Sternsinger Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender in Berlin. Dort wo sonst Staatsgäste empfangen werden, waren heute 39 kleine und große Königinnen und Könige aus dem Bistum Eichstätt zu Gast, wo Ende 2016 mehr als 2.200 Sternsinger die vergangene 59. Aktion Dreikönigssingen eröffnet haben. Um 11 Uhr haben sie ihren Segen an das große Portal von Schloss Bellevue geschrieben und dabei alle Mädchen und Jungen vertreten, die rund um den Jahreswechsel Spenden für Not leidende Kinder in aller Welt sammeln.

„Christus mansionem benedicat. Das heißt: Christus segne dieses Haus, auch im Jahr 2018“, sagte Elisabeth, und Eva schrieb mit Kreide den Sternsinger-Segen „20*C+M+B+18“ an das Portal. Bundespräsident Steinmeier freute sich über den königlichen Besuch aus der Pfarrei Pietenfeld sowie aus den beiden Pfarrverbänden Buxheim-Eitensheim und Hepberg-Lenting und dankte allen Kindern und Jugendlichen, die von Haus zu Haus ziehen: „Dort, wo ihr klingelt, dort schenkt ihr etwas ganz Wertvolles. Nicht überall Weihrauch, auch selten Gold und Myrrhe, nein, ihr bringt etwas viel, viel Wertvolleres mit, nämlich Gottes Segen.“

Nicht nur Königinnen und Könige aus dem Bistum Eichstätt waren im Schloss Bellevue zu Gast, sondern auch zwei Sternsinger aus Berlin. Ausgestattet mit Kamera und Mikrofon begleiteten Johanna (10) und Felix (10) als Sternsinger-Reporter den Empfang bei Bundespräsident Steinmeier. Eingereiht in die Menge von Fotografen und Journalisten durften sie das Blitzlichtgewitter um Bundespräsident Steinmeier, seine Frau und die 39 Kronenträger live miterleben. Zwischen Brezeln und Kakao nahm sich Steinmeier nach dem offiziellen Empfang Zeit für ein ausführliches Gespräch mit den Reporter-Kindern. „Der Bundespräsident hat uns erzählt, dass er kein Sternsinger war, weil er evangelisch ist. Aber seine Frau ist katholisch und deswegen kennt er die Sternsinger“, berichtete Johanna mit leuchtenden Augen. „Und heute sind die Sternsinger ja auch hier im Schloss Bellevue“.

Für Bundespräsident Steinmeier war der Besuch am Dreikönigstag in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Denn es war der erste Sternsinger-Empfang in seiner Amtszeit. Steinmeier setzt somit die Tradition fort, die schon seine Amtsvorgänger Karl Carstens, Roman Herzog, Johannes Rau, Horst Köhler, Christian Wulff und Joachim Gauck gepflegt hatten. Mit seiner persönlichen Spende unterstützt der Bundespräsident ein Bildungsprojekt der Sternsinger für arbeitende Kinder im Norden Indiens.

Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dankte Bundespräsident Steinmeier für die Einladung. „Sie machen mit diesem Empfang deutlich, wie sehr Sie das Anliegen der 300.000 Kinder und Jugendlichen unterstützen, die in diesen Tagen als Sternsingerinnen und Sternsinger im ganzen Land unterwegs sind. Sie sind nicht für die eigenen Interessen unterwegs, sondern für die Interessen, ja für die grundlegenden Rechte und die Würde ihrer Altersgenossen auf der ganzen Welt“, so Bingener, der gemeinsam mit Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, die Kinder begleitete. „Möge der Segen Gottes sie in ihrem Amt, sie beiden gemeinsam und ihre Familie auch im kommenden Jahr begleiten, und möge ein guter Stern über allen stehen, denen sie begegnen, die hier ein- und ausgehen“, so Bingener.

Sternsinger-Reporter on Tour