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Dr. Klemens Büscher, Ukraine-Länderreferent im Kindermissionswerk
„Viele ukrainische Mädchen und Jungen leben seit mehr als zwei Jahren in ständiger Angst. Sie erleben Beschuss, Luftalarm, müssen Nächte in Bunkern und Kellern verbringen. Einige haben bereits Elternteile im Krieg verloren oder wissen nicht, ob sie den Vater, der als Soldat an der Front kämpft, jemals lebend wiedersehen. Die psychologischen Folgen für die Kinder werden immer deutlicher. Viele sind von den Kriegserlebnissen traumatisiert. Daher sind die psychologische Betreuung, die Trauma-Bewältigung und Rehabilitations-Programme ein ganz wichtiger Teil unserer Hilfen.“
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Dr. Volodymyr Vijtyshyn, Erzbischof der Erzdiözese Ivano-Frankivsk
Seit über zwei Jahren herrscht Krieg in der Ukraine. Wie ist die Situation der Kinder dort? >>"Voice over" von Dr. Michael Klapkiv, Bischofsvikar der Erzdiözese Ivano-Frankivsk.
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Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘.
„80 Prozent der Malaria-Todesfälle in Afrika betreffen Kinder unter fünf Jahren. Kinder haben ein Recht auf bestmögliche Gesundheit. Sie haben ein Recht auf medizinische Versorgung, wenn sie krank sind. Der Einsatz für die Umsetzung dieses Rechtes ist insbesondere für die armen und abgelegenen Regionen der Welt sehr wichtig.“
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4. Welche Zuversicht können wir mit Blick auf dieses schwierige Thema, Kindern weltweit Schutz vor Missbrauch und Gewalt zu bieten, gemeinsam vermitteln?
Ich glaube, die Zuversicht, die wir vermitteln können, ist die, dass es mehr und mehr Menschen gibt, die sich dessen bewusst sind, was Missbrauch auslöst und welche Konsequenzen es für die Betroffenen hat. Die sich ausbilden lassen, die bereit sind, auch darüber zu sprechen, auch in die Öffentlichkeit zu gehen und die an den entsprechenden Stellen auch eingesetzt werden, in allen möglichen Institutionen, kirchliche und staatliche, um alles zu tun, damit Betroffene tatsächlich auch Gerechtigkeit erfahren und dass Kinder, Jugendliche und schutzbefohlene Menschen sich in einem sicheren Umfeld entwickeln können.
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Dr. Klemens Büscher, Ukraine-Länderreferent im Kindermissionswerk
„Millionen Kinder haben ihr Zuhause verloren, weil ihre Häuser, Dörfer und Städte ausgebombt und zerstört wurden. Mehr als 3,3 Millionen Mädchen und Jungen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, 630.000 Kinder befinden sich in extremer Not. Der Schrecken des Krieges hat bei den Mädchen und Jungen tiefe seelische Wunden hinterlassen. Partner des Kindermissionswerks berichten von Kindern, die nach traumatisierenden Erlebnissen aufgehört haben zu sprechen, die schon durch laute Alltagsgeräusche wie Autohupen oder Kirchenglocken in Schock versetzt werden oder nur noch Bilder mit Todes- und Blutmotiven malen. Das ist wirklich schrecklich.“
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Dr. Michael Klapkiv, Bischofsvikar der Erzdiözese...
...über die vom Kindermissionswerk geförderte Kinderambulanz in der Erzdiözese Ivano-Frankivsk.
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Dr. Michael Klapkiv, Bischofsvikar der Erzdiözese...
...über die vom Kindermissionswerk geförderte Unterbringung und Versorgung von Binnenflüchtlingen in einem Jugendzentrum im Karpatengebirge.
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Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks
„365 Tage Krieg bedeuten 365 Tage Gewalt und Angst. Viele ukrainische Kinder wurden seit Kriegsbeginn verletzt, getötet, befinden sich auf der Flucht oder sind von den Kriegserlebnissen traumatisiert. Viele Gebäude sind zerstört, es gibt oftmals keine Heizung, kein Strom, kein Wasser – eine unglaublich gefährliche Situation vor allem für die Kinder. Hinzu kommt, dass vielerorts Schulunterricht nicht möglich ist, da tausende Schulen und andere Bildungseinrichtungen beschädigt oder zerstört wurden. Die ukrainischen Mädchen und Jungen brauchen auch ein Jahr nach Beginn des brutalen russischen Angriffskrieges weiterhin dringend unsere Hilfe!“
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1. Warum ist das Thema Kinderschutz in Ländern des globalen Südens häufig ein so schwieriges Thema?
Sexuelle Gewalt gegen Kinder ist für viele ein unaussprechliches Thema, weil es so unvorstellbar ist, dass Menschen den besonders Schutzbedürftigen, den besonders Verletzlichen Gewalt antun und sie damit unter Umständen ein Leben für immer zerstören. Sexualität ist in den allermeisten Ländern dieser Welt keine Sache, über die man in der Familie, in der Schule oder auch in den Religionen spricht. Und das macht es sehr schwierig.
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2. Was braucht Kirche weltweit an Veränderungen für mehr Kinderschutz?
Die Kirche ist gut unterwegs im Bereich Präventionsarbeit, im Bereich Safeguarding. Wir schulen weltweit, es gibt Leitlinien in sehr vielen Diözesen, Ordensgemeinschaften oder anderen Institutionen. Wo wir wirklich noch viel nachholen müssen und sehr konsequent sein müssen und es bisher nicht sind, ist die Aufarbeitung im breiten Sinn. Den Opfern zuhören und daraus die entsprechenden Schlüsse ziehen. Das heißt auch dort ansetzen, wo es um systemische Veränderungen geht.
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