Inhalt

Einen Monat nach Doppel-Erdbeben in Venezuela ist die Not weiter groß

Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ stellt 79.000 Euro für Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente und Hygieneartikel bereit.

Nach den schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 in Venezuela gleichen viele Stadtviertel riesigen Trümmerbergen. Foto: Jeferson González

Aachen. Vor einem Monat, am 24. Juni, wurde Venezuela von zwei schweren Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 erschüttert. Die Zahl der Todesopfer hat nach offiziellen Angaben mittlerweile die 5.000 überschritten, zehntausende Menschen gelten noch immer als vermisst. Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger’ stellt jetzt 79.000 Euro für humanitäre Hilfen zur Verfügung. Rund 770 Kinder und Jugendliche sowie deren Familien im Großraum Caracas und La Guaira können damit für mindestens drei Monate mit dem Nötigsten versorgt werden. Der Sternsinger-Partner vor Ort, die Salesianer Don Boscos, verteilt Lebensmittel, Medikamente, Hygieneartikel und stellt Wassertanks zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser bereit.

„Wir wollen nicht nur Hilfe leisten, wir wollen den Menschen zur Seite stehen“, sagt Pater Jorge Bastidas SDB, Nothilfe-Koordinator der Salesianer Don Boscos in Venezuela. „Natürlich haben wir Lebensmittel, Trinkwasser und andere dringend benötigte Hilfsgüter verteilt. Aber oft war unsere bloße Anwesenheit bereits ein Zeichen der Hoffnung. Ein offenes Ohr, eine ausgestreckte Hand oder ein aufmunterndes Lächeln können in solchen Momenten genauso wichtig sein wie materielle Hilfe", berichtet Pater Jorge Bastidas SDB.  

Mit der Soforthilfe werden auch rund 190 Kinder und Jugendliche in vier Kinderheimen der Salesianer Don Boscos in den von den Beben stark betroffenen Regionen Caracas und La Guaira erreicht. Sie erhalten lebensnotwendige Hilfe wie Nahrungsmittel und Hygieneartikel.

Traumatisierte Kinder, provisorische Camps, zerstörte Wasserversorgung

Gut einen Monat nach den zwei schweren Erdbeben ist die Not in Venezuela weiterhin groß. Viele Familien leben in Notunterkünften und provisorischen Camps, die Wasserversorgung wurde vielerorts zerstört. Viele Kinder sind durch die Beben traumatisiert, haben Eltern, Freunde, Mitschülerinnen und Mitschüler verloren.

Venezuela befindet sich seit mehreren Jahren in einer tiefgreifenden wirtschaftlichen, sozialen und humanitären Krise. Hyperinflation, der Zusammenbruch weiter Teile der öffentlichen Infrastruktur sowie Engpässe in der Gesundheitsversorgung und bei der Grundversorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten haben die Lebensbedingungen großer Teile der Bevölkerung seit langem schon massiv verschlechtert. Naturkatastrophen wie das jüngste Doppel-Erdbeben treffen die Menschen in dem südamerikanischen Land daher mit besonderer Härte.

3.325 Zeichen      439 Worte

PM 17-2026
RB

>> Fotos aus den von den Beben betroffenen Gebieten in Venezuela gibt es zum kostenfreien Download hier. 

Information, Información, Informação

HOMEPAGE