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Konflikte und Klimawandel verschärfen Malaria-Situation für Kinder

Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ warnt vor einer Zunahme von Malaria-Todesfällen bei Kindern.

Andauernde und immer wieder aufflammende Kriege und Konflikte sowie die weltweiten Klimaveränderungen verschlechtern die Gesundheitsversorgung von Kindern in Ländern der Einen Welt enorm. Das zeigt sich auch an den seit einigen Jahren wieder ansteigenden Malariafällen, die besonders Kinder betreffen, warnt das Kindermissionswerk. Foto: Kindermissionswerk

Aachen. Das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ warnt vor einer Zunahme von Malaria-Todesfällen bei Kindern. „Andauernde und immer wieder aufflammende Kriege und Konflikte sowie die weltweiten Klimaveränderungen verschlechtern die Gesundheitsversorgung von Kindern in Ländern der Einen Welt enorm. Das zeigt sich auch an den seit einigen Jahren wieder ansteigenden Malariafällen, die besonders Kinder betreffen“, sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks, anlässlich des Weltmalariatages am 25. April. „In einer krisenhaften Welt muss noch mehr auf die Resilienz der Gesundheitsversorgung, insbesondere für Kinder und Mütter, hingearbeitet werden“, fordert Pfarrer Bingener. 

Malaria ist eine der weltweit gefährlichsten Infektionskrankheiten und kann bei Kindern schwere Komplikationen hervorrufen und bis zum Tod führen. In Afrika beispielsweise betreffen 76 Prozent der Malaria-Todesfälle Kinder unter fünf Jahren. Vor allem die Krisenländer Äthiopien und Yemen, aber auch Madagaskar und Ruanda, sorgen zusammen für 58 Prozent des Anstiegs der Fälle weltweit. Andauernde Konflikte oder die spürbaren Folgen des Klimawandels verschlechtern dort die Gesundheitsversorgung von Mädchen und Jungen. Hinzu kommt, dass der Rückzug von USAID und die Kürzung der Entwicklungshilfe-Mittel einen besonderen Druck auf Programme zur Bekämpfung von Malaria, HIV und Tuberkulose ausüben. „Kinder haben ein Recht auf medizinische Versorgung. Mit den richtigen Medikamenten, einer rechtzeitigen Behandlung und zum Teil sehr kostengünstigen Maßnahmen wie Moskitonetze ließen sich viele Malaria-Todesfälle vermeiden“, so Bingener.

Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ fördert verschiedene Gesundheitsprojekte und -einrichtungen, bei denen die Prävention und Therapie von Malaria fester Bestandteil sind. Im Bistum Wau im Südsudan unterstützt das Kindermissionswerk eine mobile Klinik der Salesianerinnen. Die mobile Klinik sichert das Überleben der Kinder, die unter Malaria, Mangelernährung, Cholera und anderen lebensbedrohlichen Krankheiten leiden. Die Klinik fährt zweimal pro Woche in die Dörfer der Umgebung und führt dort unter anderem Malaria-Tests durch. Im Daniel-Comboni-Krankenhaus in Wau ist Malaria die häufigste Diagnose bei Kindern. Dank der Sternsinger-Spenden kann dort die Medikamentenversorgung sichergestellt werden. Und auch in Äthiopien und Ghana unterstützt das Hilfswerk der Sternsinger Gesundheitsprogramme, die Malaria bekämpfen.

 

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