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„Mädchen und Jungen, die arbeiten müssen, werden immer jünger“

Kindermissionswerk warnt vor einem weiteren Anstieg ausbeuterischer Kinderarbeit, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent.

160 Millionen arbeitende Kinder gibt es weltweit, das ist jedes zehnte Kind. Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent sind die Zahlen gestiegen. Jedes fünfte Kind muss dort arbeiten, ein Großteil davon in der Landwirtschaft. Foto: Steffi Knoor/Kindermissionswerk

Aachen. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit am kommenden Sonntag, 12. Juni, warnt das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ vor einem weiteren Anstieg ausbeuterischer Kinderarbeit, insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent. Die Folgen der Corona-Pandemie haben die Situation vieler Familien bereits dramatisch verschärft, hinzu kommen nun teils extreme Preissteigerungen für Lebensmittel und andere Waren infolge des Ukraine-Krieges.

„Armut und der fehlende Zugang zu Bildung  sind  die Hauptgründe, warum Kinder arbeiten müssen“, betont Petra Schürmann, Expertin für Kinderrechte im Kindermissionswerk. Obwohl in den vergangenen Jahren Fortschritte im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit gemacht wurden, steigt die Zahl arbeitender Kinder nun wieder an. „160 Millionen arbeitende Kinder gibt es weltweit, das ist jedes zehnte Kind“, sagt Schürmann. Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent sind die Zahlen gestiegen. Jedes fünfte Kind muss dort arbeiten, ein Großteil davon in der Landwirtschaft. Die Mädchen und Jungen, die arbeiten müssen, würden zudem immer jünger, so die Kinderrechtsexpertin. Innerhalb der eigenen Familie und im informellen Sektor lernen schon Vierjährige auf dem Feld mitzuarbeiten.

In vielen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent wie Somalia oder Kenia wird die Not für Kinder und deren Familien aktuell immer größer. Anhaltende Dürren, Heuschreckenplagen, ausbleibende Weizenlieferungen und steigende Preise wegen des Ukraine-Krieges verschärfen die Lage der Menschen. Viele Eltern sind auf die Hilfe ihrer Kinder angewiesen, um die Familie zu ernähren.

Ein weiteres Problem sind die mit der Corona-Pandemie verbundenen langen Schulschließungen. In Uganda beispielsweise hatten die Schulen zwei Jahre lang geschlossen. Projektpartner des Kindermissionswerks berichten, dass viele Mädchen und Jungen nicht mehr in die Schulen zurückgekehrt sind und stattdessen arbeiten und zum Familieneinkommen beitragen müssen. Jetzt, wo die Schulen wieder geöffnet sind, setzen sich die Partner mit Programmen für eine Rückkehr der Kinder ins Klassenzimmer ein.

Das Hilfswerk der Sternsinger unterstützt seine Projektpartner in aller Welt im Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Das oberste Ziel: Den Teufelskreis aus Armut, fehlender Bildung und Kinderarbeit durchbrechen. Doch auch in Deutschland kann jeder einen kleinen Beitrag gegen ausbeuterische Kinderarbeit leisten. „Die Entscheidung für fair gehandelte Produkte beim Einkauf ist ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Schürmann.

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ – das Hilfswerk der Sternsinger

Mehr als 1.400 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 78 Millionen Euro standen dem Hilfswerk der Sternsinger 2020 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in rund 100 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben. Das Kindermissionswerk nimmt Spenden für benachteiligte Kinder entgegen. Spendenkonto: Pax-Bank eG, IBAN: DE 95 3706 0193 0000 0010 31, BIC: GENODED1PAX.

 

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PM 09-2022

RB

 

Weitere Informationen zum Thema Kinderarbeit und zum Einsatz des Kindermissionswerks und seiner Partner gegen ausbeuterische Kinderarbeit gibt es hier.

 

Kontakt:

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Robert Baumann

Stephanstr. 35 – 52064 Aachen

T + 49 241 44 61-23

M + 49 175 983 71 44 

baumann@sternsinger.de

www.sternsinger.de

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