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Gesundheit - Grundlage für die Zukunft

„Ich könnte für ein gutes Gehalt in einem Krankenhaus in Nairobi arbeiten, aber ist es nicht viel wichtiger, hier zu helfen, wo niemand hin möchte?“ Mit einer mobilen Klinik ist Schwester Scholastica unterwegs durch die Turkana, einer abgelegenen und sehr trockenen Region im Osten Kenias. Durch die Unterstützung des Kindermissionswerks kann die Ordensschwester Kranke behandeln, impft Kinder und klärt über Verhütung und Hygiene auf. Mit ihrer mobilen Klinik leistet Schwester Scholastica einen wichtigen Beitrag. Denn trotz weltweiter Fortschritte gibt es immer noch Kinder, die mangels notwendiger Gesundheitsversorgung sterben müssen.

Es trifft die Armen

Zwar ist die Kindersterblichkeit unter 5 Jahren weltweit zurückgegangen, in Afrika ist sie jedoch achtmal höher als in Europa. Die Gründe dafür sind vielfältig: Mangel- bzw. Unterernährung, fehlende medizinische Versorgung oder auch mangelnde Hygiene. Die Ärmsten trifft es oft am härtesten. Sie können sich weder medizinische Versorgung noch gesunde Ernährung leisten oder haben keinen Zugang zu Sanitäreinrichtungen.

Was ist Gesundheit?

Gesundheit ist mehr als nur die Abwesenheit von Krankheit. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen, sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen. In unserer Projektarbeit betrachten wir ein gesundes Kind als ein Kind, dessen körperlicher, seelischer und geistiger Zustand und dessen Lebensumfeld Basis für eine bestmögliche Entwicklung bietet. Dazu gehört auch, dass es unbelastet Kind sein darf, damit es spielerisch die Welt erkunden kann. Die UN-Kinderrechtskonvention hat die Garantie auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit sogar als ein Recht festgehalten. 

Fehlender Zugang zu Hygiene

Rund 367 Millionen Kinder weltweit besuchen eine Schule, in der es keine Toiletten gibt. Ohne entsprechende Toiletten und die Möglichkeit, sich zu waschen, werden Schulen zu Infektionsherden für Krankheiten wie Diarrhö, Wurminfektionen, Cholera oder Polio. In ländlichen Gegenden sind nicht nur Schulen davon betroffen: Ohne entsprechende Toiletten zuhause gelangen Krankheitserreger in das Wasser oder verseuchen Nahrungsmittel.  


Zu wenig Ärzte

In vielen Ländern der Welt fehlt es an medizinischer Versorgung, um gesundheitlich vorzusorgen oder auch schnell helfen zu können. Das medizinische Personal ist weltweit sehr ungleich verteilt. Größtes Ungleichgewicht herrscht hier zwischen Europa und Afrika: Kümmert sich in Europa statistisch ein Arzt bzw. eine Ärztin um 293 Menschen, sind es in Afrika 3.324 Menschen, die ein Arzt bzw. eine Ärztin versorgen muss. Bezogen auf Krankenpfleger oder Hebammen ist das Missverhältnis nicht ganz so groß, aber deutlich vorhanden.

Corona als Gefährdung für Kinder

Die Corona-Pandemie verschärft die gesundheitliche Lage von Kindern und Jugendlichen zusätzlich. Zwar sind die Krankheitsverläufe bei Kindern durch Covid-19 bislang milde geblieben, die wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die mit der Pandemie einhergehen, sind allerdings verheerend: Kinder erhalten weniger Routineimpfungen und Betreuung aus Angst vor Ansteckungen. Landesweite Schulschließungen führen zu fehlender Bildung. Der Anteil von Kindern, die in mehrdimensionaler Armut (d.h. ohne ausreichende Schulbildung, Ernährung und mit geringem Zugang zu Sanitäranlagen, sauberem Wasser oder auch Elektrizität) leben, hat um 15 Prozent zugenommen. Das sind weltweit 150 Millionen Kinder mehr, denen auch der Zugang zu gesundheitlicher Versorgung verwehrt bleibt.

Gesundheit gewährleisten

Im Kampf gegen Covid-19 unterstützen wir unsere Partner dabei, Nahrungsmittelpakete zu verteilen, Aufklärungsprogramme durchzuführen und Hygienemaßnahmen sicherzustellen, die eine Ausbreitung des Virus verhindern. Bislang haben wir entsprechende Projekte mit einer Summe von mehr als zwei Millionen Euro gefördert.

Jenseits der Virusbekämpfung sind uns folgende Aspekte wichtig:

  • Basis-Gesundheitsdienste wie die Behandlung von Wunden und Krankheiten, aber auch Impfungen und Vorsorge-Untersuchungen
  • Bau und Ausstattung von Kankenstationen und Krankenhäusern sowie Ernährungszentren und Schul- und Kindergartenküchen
  • Mutter-Kind-Progamme, während der Schwangerschaft und danach, um Neugeborenen einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichen
  • Aufklärungsprogramme und Clubs, in denen sich Kinder aktiv in den Themenfeldern Gesundheit, Hygiene und gesunde Ernährung einbringen können
  • Bau und Erneuerung von Brunnen und sanitären Anlagen
  • Unterhaltsbeihilfen, um einkommensschwachen Familien gesunde Ernährung zu gewährleisten.

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