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40 Kronenträger aus dem Bistum Fulda bringen Bundespräsident Gauck den Segen

„Ihr bringt eine helle Spur der Nächstenliebe“

Pünktlich zum Dreikönigsfest 2017 besuchten die Sternsinger Bundespräsident Joachim Gauck in Berlin. Diesmal hatten 40 Königinnen und Könige aus dem Bistum Fulda die Ehre, stellvertretend für rund 300.000 Sternsinger in ganz Deutschland den Segen an das Schloss Bellevue zu schreiben.

„Ich habe kaum geschlafen, weil ich so aufgeregt war“, sagte Tom (13) kurz vor dem großen Moment, auf den er schon so lange hin gefiebert hatte. Zusammen mit Josefine (13) und Paulina (16) aus dem Bistum Fulda hatte er eine ganz besondere Aufgabe: Pünktlich zum Dreikönigstag am 6. Januar 2017 durften die drei dem Bundespräsidenten in erster Reihe den Segen für dieses Jahr überbringen. Mit einem beherzten Schritt trat Tom vor das große Eingangsportal des Schloss´ Bellevue und klopfte. Und tatsächlich: Heraus kam Bundespräsident Joachim Gauck mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt.

Zusammen mit 40 Mädchen und Jungen aus den beiden Pfarrgemeinden St. Bonifatius in Bad Sooden-Allendorf und St. Peter in Petersberg im Bistum Fulda begrüßten die Sternsinger den Bundespräsidenten und seine Lebensgefährtin. Josefine schrieb mit Kreide „20*C+M+B+17“ an das Schlossportal. „Christus mansionem benedicat. „Das heißt Christus segne dieses Haus, auch im Jahr 2017“, sagte Tom konzentriert und mit ernsthaftem Blick.

„Ihr zieht eine helle Spur der Nächstenliebe durch die Welt“

Nach den eisigen minus 6 Grad draußen freuten sich die kleinen Könige, schnell ins Schloss eingeladen zu werden. Bundespräsident Joachim Gauck war sichtlich erfreut über den Besuch der Sternsinger und fand herzliche Worte zu ihrem Empfang: „Ihr zieht überall durch die Welt eine ganz helle Spur der Freundlichkeit, der Zuneigung und der Nächstenliebe. Eine Spur, die praktisch um die ganze Erde geht, und heute ist diese Lichtspur im Schloss Bellevue. Ihr wollt mir davon erzählen und ich bin dankbar“, dankte Gauck den 40 Sternsingern, die heute den Segen in seinen Amtssitz gebracht hatten, aber auch allen 300.000 Sternsingern, die in diesen Tagen unterwegs sind, um den Menschen in Deutschland den Segen zu bringen.

Mit einem kleinen Anspiel erklärten die Sternsinger im Schloss Bellevue ihr Anliegen der diesjährigen Aktion „Gemeinsam für Gottes Schöpfung – In Kenia und weltweit“. „Nicht alle Kinder können einfach in einem Supermarkt Wasser kaufen oder den Hahn aufdrehen“, erklärten die kleinen Könige. „Aweet, das Mädchen aus der Turkana muss jeden Tag mehrere Stunden laufen, um Trinkwasser zu bekommen“, sagten sie mit großer Anteilnahme, die selbst den Bundespräsidenten sichtlich berührte.

„Der Klimawandel steht im Mittelpunkt und wir haben damit ein ganz aktuelles Thema aufgegriffen, das jeden Menschen betrifft“, erläuterte Prälat Dr. Klaus Krämer. „Der Klimawandel betrifft aber vor allem die Menschen, die am wenigsten dazu beigetragen haben, dass es zu diesem Klimawandel kommt. Die Menschen im Süden, die wir durch die Projekte der Sternsinger unterstützen.“

„Ihr macht dieses Land schön“

Mit seiner Spende für die Aktion Dreikönigssingen fördert Bundespräsident Joachim Gauck ein Projekt zum Obst- und Gemüseanbau in der Turkuna in Kenia, dem Beispielland der diesjährigen Aktion. Den kleinen Königen gab er sehr persönliche Worte mit auf dem Weg: „Ich freue mich sehr, dass ihr hier wart. Ihr kreist nicht nur um euer eigenes Glück. Ihr sammelt sehr viel Geld für Kinder in der Welt, denen es weniger gut geht. Wenn ihr nach Hause kommt und wieder in der Schule seid, dann bestellt euren Lehrerinnen und Lehrern und euren Klassenkameraden einen schönen Gruß. Als der Bundespräsident euch gesehen hat, hat er wieder neu begriffen, dass Deutschland ein schönes Land ist. Und ihr mit eurem Tun, ihr macht dieses Land schön, und deshalb sage ich euch danke.“

Dort, wo sonst auch Königinnen und Könige aus aller Welt empfangen werden, versammelte der Bundespräsident zum Abschluss des Empfangs noch einmal alle Kinder für ein Erinnerungsfoto um sich. Schließlich war es für das Staatsoberhaupt, der Mitte März seine Amtszeit beendet, der letzte Besucher der Sternsinger. Eine Krone habe er ja dann nicht abzugeben, scherzte Gauck.

Sternsinger-Projekt 2017

Zukunft für die Turkana-Kinder

Familien leiden unter Hunger, Kinder sind unter- und mangelernährt. Die Lebensbedingungen in der kenianischen Region Turkana werden zunehmend lebensfeindlicher. Grund dafür ist der Klimawandel. Genau den nimmt die Sternsingeraktion 2017 in den Blick. Im Beispielland Kenia haben unsere Projektpartner gleich mehrere Ansätze, um dem weitgreifenden Wandel entgegenzuwirken.

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