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„Der Kampf gegen Kinderarbeit bedeutet immer auch Kampf gegen Armut"

Statement von Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘.

„Um ausbeuterische Kinderarbeit endlich abzuschaffen, brauchen Eltern existenzsichernde Löhne, damit sie ihre Kinder nicht mehr arbeiten schicken müssen, sondern diese in die Schule gehen können", sagt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ anlässlich des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit am 12. Juni. Foto: Martin Steffen/Kindermissionswerk

Aachen. Zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni 2021 äußert sich Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘:

„Bis 2025 sollte Kinderarbeit weltweit abgeschafft sein – so lautete das Ziel der Vereinten Nationen. Durch die Corona-Pandemie ist dieses Ziel in weite Ferne gerückt. Die neuesten, deutlich gestiegenen Zahlen zu Kinderarbeit sind erschreckend. Die Erfolge der vergangenen Jahrzehnte im Kampf gegen Kinderarbeit stehen auf dem Spiel. Millionen Menschen in der Einen Welt sind durch die Corona-Krise von extremer Armut bedroht. Viele Eltern sind in dieser schwierigen Lage auf die Hilfe ihrer Kinder angewiesen, um die Familie zu ernähren. Der Kampf gegen Kinderarbeit bedeutet daher immer auch Kampf gegen Armut.

Um ausbeuterische Kinderarbeit endlich abzuschaffen, brauchen Eltern existenzsichernde Löhne, damit sie ihre Kinder nicht mehr arbeiten schicken müssen, sondern diese in die Schule gehen können. Gute Chancen dies zu bewirken, bestehen hierbei im Fairen Handel. Grundsätzlich braucht es jedoch Veränderungen im internationalen Handel. Ein Schritt in die richtige Richtung ist das heute vom Bundestag verabschiedete Lieferkettengesetz, das Kinderarbeit verhindern und Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ausbeutung schützen kann. Das Gesetz erscheint in seiner jetzigen Form jedoch nicht ausreichend und benötigt Nachbesserungen.

Eine weitere Herausforderung: Millionen Mädchen und Jungen sind immer noch von Schulschließungen betroffen. Ein wirksames Mittel gegen Kinderarbeit ist Bildung. Angesichts der Rückschläge durch die Corona-Pandemie sind intensivere Bemühungen nötig, um die Bildungschancen aller Kinder wiederherzustellen beziehungsweise auszubauen.

Das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt seine Partner weltweit in ihren unterschiedlichen Ansätzen, ausbeuterische Kinderarbeit zu bekämpfen. Wir werden gemeinsam mit unseren Partnern alles dafür tun, den Teufelskreis aus Armut, fehlender Bildung und Kinderarbeit zu durchbrechen. Denn jede Form ausbeuterischer Kinderarbeit verhindert die gesunde Entwicklung eines Kindes und verletzt zutiefst seine Rechte!“

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ – das Hilfswerk der Sternsinger

Mehr als 1.600 Projekte für Not leidende Kinder weltweit werden jährlich vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ unterstützt. Einnahmen in Höhe von insgesamt rund 79 Millionen Euro standen dem Hilfswerk der Sternsinger 2019 für seine Arbeit zur Verfügung. Gefördert wurden Projekte in 108 Ländern. Neben der Förderung der Kinder-Hilfsprojekte zählen der Einsatz für die Rechte von Kindern weltweit sowie die Bildungsarbeit zu den Aufgaben.  


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PM 15-2021

RB
 

>>Fotos von Pfarrer Dirk Bingener finden Sie zum kostenfreien Download hier. 

>>Weitere Informationen zum Thema Kinderarbeit finden Sie hier. 
 

Kontakt:

Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Robert Baumann

Stephanstr. 35 – 52064 Aachen

T + 49 241 44 61-23

M + 49 175 983 71 44 

baumann@sternsinger.de

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