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Alle Fragen rund ums Sternsingen

Sternsinger-FAQ


Jedes Jahr erreichen uns im Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ zahlreiche Fragen rund um die Aktion Dreikönigssingen. Die wichtigsten haben wir hier für Sie hier in den Sternsinger-FAQ beantwortet. Wenn Sie weitere Fragen oder Vorschläge haben, können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

Sternsinger-FAQ: Sternsingen ganz praktisch

Welche Kinder dürfen Sternsinger werden?

Alle Kinder sind herzlich eingeladen, beim Sternsingen mitzumachen. In vielen Pfarrgemeinden engagieren sich Kommunionkinder, Kinder aus Jugendverbänden, Messdienergruppen oder Kinderchören. Neben den Sternsingern selbst sind ältere Jugendliche und Erwachsene als Begleiter bei der Aktion dabei. Auch Kinder, die auf der Flucht nach Deutschland gekommen sind, haben schon beim Sternsingen mitgemacht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Woran erkennt man „echte“ Sternsinger?

Zum Schutz der Aktion empfehlen wir, die Sternsinger oder zumindest die Begleiter mit Ausweisen auszustatten. Darauf sollte in der Pfarrei hingewiesen werden. Die Ausweise können Sie in der gewünschten Anzahl beim Kindermissionswerk bestellen. Mit dem Stempel der Pfarrei kennzeichnen sie eine Sternsingergruppe als „echt“.

Wann findet die Sternsingeraktion statt?

Die Pfarrei vor Ort entscheidet, wann die Sternsingeraktion durchgeführt wird. Je nach Gegebenheit gehen die Sternsinger zwischen dem 27. Dezember und dem dritten Freitag im Januar. In einigen Pfarreien ist es üblich, dass die Sternsinger nur sonntags oder am Wochenende unterwegs sind, um möglichst viele Menschen zu Hause anzutreffen. In anderen Pfarreien gehen die Sternsinger an mehreren Tagen in Folge, um alle Haushalte besuchen zu können. Auch die Weihnachtsferien werden je nach Pfarrei unterschiedlich genutzt: Einige Pfarreien nutzen bewusst die Ferienzeit, damit sich Sternsingen und Schule nicht in die Quere kommen. Andere Pfarreien hingegen warten, bis die Ferienzeit vorbei ist, die Kinder aus dem Urlaub zurück und auch die Bewohner der Häuser und Wohnungen wieder zuhause sind.

Können auch evangelische Gemeinden beim Sternsingen mitmachen?

Die Aktion Dreikönigssingen ist eine katholische Aktion in ökumenischer Offenheit. Das bedeutet: Vielerorts beteiligen sich evangelische Kinder oder die Aktion wird von der katholischen und der evangelischen Gemeinde gemeinsam organisiert. In manchen Gegenden wird das Sternsingen sogar federführend von der evangelischen Gemeinde durchgeführt. Wichtig ist dabei, dass dies mit der zuständigen katholischen Pfarrei abgestimmt ist und die in der bischöflichen Ordnung festgeschriebenen Regelungen der Aktion ihre Gültigkeit behalten. 

Was kann ich tun, wenn ich nicht genügend Sternsinger / Begleiter / Helfer finde?

Die Aktion Dreikönigssingen ist die größte Solidaritätsaktion weltweit. Sie lebt vom tollen Engagement der vielen Kinder und Erwachsenen, die sich gemeinsam für Kinder in Not in der Einen Welt einsetzen. Hier auf dieser Seite geben wir Ihnen einige Tipps, wie Sie wichtige Unterstützer gewinnen und motivieren können.

An wen kann ich mich wenden, wenn die Sternsinger mich besuchen sollen?

Die Sternsingeraktion wird in der Regel von den katholischen Pfarrgemeinden vor Ort organisiert. Einige Pfarreien besuchen alle Haushalte in ihrem Einzugsgebiet, andere nur die katholischen. Wieder andere besuchen nur die Personen, die sich vorab in ihrer Pfarrei für einen Besuch der Sternsinger angemeldet haben. Wenn Sie sichergehen möchten, dass die Sternsinger Sie besuchen, sollten Sie sich rechtzeitig vor der Aktion in Ihrem Pfarrbüro informieren.

Wie alt sollten die Sternsinger und ihre Begleiter sein?

Vielerorts sind Kinder beim Sternsingen dabei, die noch nicht zur Schule gehen. Doch Sternsinger sind nicht einfach „niedlich“. Sie bringen den Segen Gottes und setzen sich für Altersgenossen in Not ein. Diese Verantwortung sollte den Kindern und Jugendlichen durchaus bewusst sein. Wenn Sie die Aktion vor Ort durchführen, sollten Sie dafür sorgen, dass alle Sternsinger verstehen und auch anderen erzählen können, was der Sinn ihres Tuns ist. Dem Alter der Kinder entsprechend sollten Sie darauf achten, dass die Einsatzzeiten nicht zu lang und ausreichende Pausen eingeplant sind.

Das Mindestalter für Begleiter ist nicht gesetzlich festgelegt. Letztlich entscheidet die persönliche Reife darüber, ob jemand die Sternsinger begleiten kann. Auch die Gegebenheiten vor Ort und das Alter der zu begleitenden Sternsinger spielen eine wichtige Rolle. Die Begleiterinnen und Begleiter tragen die Verantwortung für die Sternsinger, mit denen sie unterwegs sind. Aus diesem Grund müssen in jedem Fall die Grundsätze der Aufsichtspflicht berücksichtigt werden. Die Begleiter sollten z.B. in der Lage sein, auch in möglicherweise schwierigen Situationen angemessen zu reagieren. Das Kindermissionswerk empfiehlt allen minderjährigen Begleitern die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter.

Was muss ich im Rahmen der Sternsingeraktion für den Kindesschutz beachtet?

Die Bestimmungen zum Kindesschutz sind in den jeweiligen Präventionsordnungen der Bistümer geregelt. In einigen Bistümern ist es vorgesehen, dass die Begleiter der Sternsinger eine Selbstverpflichtungserklärung unterzeichnen und/oder Präventionsschulungen besuchen. Welche Regeln in Ihrem Bistum gelten, erfahren Sie beim Präventionsbeauftragen Ihres Bistums.

Grundsätzlich ist es für alle Sternsinger wichtig, dass sie bei ihrem oft anstrengen Einsatz nicht überfordert werden und sich wohl fühlen. Planen Sie regelmäßige Pausen ein und sorgen Sie für Essen und Getränke. Besprechen Sie mit den Begleitern, worauf sie achten sollen, damit der Einsatz der Sternsinger für Kinder in Not unter sicheren und bestmöglichen Bedingungen stattfinden kann.

Wo erfahre ich, welche Sternsinger-Veranstaltungen es in meiner Nähe gibt?

In vielen Bistümern finden größere Aussendungsgottesdienste, besondere Sternsinger-Tage oder Dankfeiern statt. All diese Veranstaltungen bieten eine tolle Gelegenheit für die Sternsinger, Gemeinschaft zu erleben und zu spüren, dass sie Teil einer großen Bewegung von Kindern für Kinder sind. Eine Übersicht der Termine finden Sie hier. Zusätzlich gibt jedes Jahr eine bundesweite Eröffnung der Sternsingeraktion und weitere Großveranstaltungen für Sternsinger, wie zum Beispiel die Filmpremiere mit Willi Weitzel oder den Empfang im Bundeskanzleramt. Mehr darüber erfahren Sie hier.

Sind die Sternsinger auf ihrem Weg von Haus zu Haus versichert?

Veranstalter der Aktion vor Ort ist die Pfarrei. Die Sternsinger und ihre Begleiter sind während der Aktion Dreikönigssingen ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarrei und so auch während des Sternsingens über die sogenannte Sammelversicherung des jeweiligen Bistums versichert. Sollte etwas passieren, gilt folgendes: Bitte informieren Sie so bald wie möglich den verantwortlichen Pfarrer und das Pfarrbüro. Hier gibt es dann auch weitere Hilfe.
 Zu beachten sind die Regeln der Aufsichtspflicht und der Haftpflicht: Alle Leiterinnen und Leiter von Kinder- und Jugendgruppen tragen Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, die sie beaufsichtigen. Das Kindermissionswerk empfiehlt allen minderjährigen Betreuern die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter.

Sternsinger-FAQ: Geld und Spenden

Wohin geht das gesammelte Geld?

Mit dem Geld, das die Sternsinger sammeln, unterstützt die Aktion Dreikönigssingen jährlich mehr als 1.600 Projekte für Kinder in Not. Projektanträge aus aller Welt werden von den zuständigen Mitarbeitern im Kindermissionswerk geprüft und einer Vergabekommission zur Entscheidung vorgelegt. Die Kommission setzt sich zusammen aus Vertretern des Kindermissionswerks, des BDKJ, anderer Hilfswerken, der Bistümer und der Deutschen Bischofskonferenz. Ausführliche Informationen zu den Projekten finden Sie online und in unserem Jahresbericht. Mit Beispielland und Motto setzt die Aktion Dreikönigssingen einen pädagogischen Schwerpunkt. So soll den Sternsingern die Lebenssituation von Kindern am konkreten Beispiel eines Landes nahegebracht werden. Gesammelt wird aber nicht nur für dieses eine Land, sondern für alle Projekte.

Muss das gesamte Geld ans Kindermissionswerk geschickt werden?

Alle in den Pfarreien gesammelten Spenden müssen ans Kindermissionswerk überwiesen werden. So hat es die Deutsche Bischofskonferenz in der „Ordnung für die Aktion Dreikönigssingen“ eindeutig festgelegt. Da das Sternsingen gesetzlich geschützt ist, gilt diese Regelung auch aus spenden- und finanzrechtlicher Sicht.

Hier können Sie eine PDF-Datei der Bischöflichen Ordnung ansehen oder herunterladen.


Die Aktion Dreikönigssingen lebt vom Einsatz vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Damit eine so große Bewegung transparent und vertrauenswürdig bleibt, muss es Grundsätze und Regeln geben. Sie sorgen dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Kann mit den Sternsingerspenden unserer Pfarrei auch ein bestimmtes Projekt unterstützt werden?

Angeregt durch Diözesanpartnerschaften, Eine-Welt-Kreise, Gastpriester und andere Initiativen schlagen manche Gemeinden eigene Projektideen vor. Ein Projekt, das die Pfarrei eigenständig ausgewählt hat, kann dann mit Spenden der Sternsinger unterstützt werden, wenn es die Bewilligungskriterien der Vergabekommission erfüllt, von dieser geprüft und zur Förderung freigegeben worden ist. Dazu muss der Projektpartner einen Antrag auf Förderung beim Kindermissionswerk einreichen.

Um die Möglichkeit der Förderung eines Wunschprojekts zu prüfen, bitten wir Sie, sich so früh wie möglich an unsere Abteilung Spenderkommunikation zu wenden: Telefon: 0241/44 61-9290, E-Mail: gemeindensternsingerde

Was muss ich bei der Überweisung unserer Sternsingerspenden beachten?

Damit wir Ihre Überweisung richtig zuordnen können, ist es wichtig, dass Sie im Verwendungszweck die Postleitzahl und den Namen der Pfarrei bzw. Pfarrpatron angeben und dazu das Stichwort „DKS“ (für „Aktion Dreikönigssingen“).

Bitte beachten Sie, dass manche Banken seit einiger Zeit eine Gebühr bei der Einzahlung von Bargeld, insbesondere von Münzgeld, erheben. Bei der Einzahlung der Sternsingergelder ist es daher sinnvoll, schon im Vorfeld mit den Verantwortlichen der betreffenden Bankfiliale zu sprechen und gegebenenfalls Sonderkonditionen für die Kirchengemeinde auszuhandeln. In vielen Gemeinden ist dies schon geschehen.

Dürfen Sternsinger Geschenke für sich persönlich annehmen?

Grundsätzlich gilt, dass im Rahmen der Sternsingeraktion nicht für einen anderen Zweck als für die Sternsingeraktion gesammelt werden darf. Da die Aktion Dreikönigssingen vom Einsatz vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener lebt, ist es wichtig, dass eine so große Bewegung transparent und vertrauenswürdig bleibt. Nur so können sich die Spender darauf verlassen, dass ihre Spende genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Allerdings ist es üblich, dass die Sternsinger als Anerkennung für ihr Engagement Süßigkeiten – in einigen Gegenden auch Geld – geschenkt bekommen. Für diese Fälle sollten die Verantwortlichen in der Pfarrei im Vorfeld der Aktion zusammen mit den Sternsingern und den Begleitpersonen verabreden, wie mit diesen Geschenken umgegangen wird. Dabei sollte im gemeinsamen Gespräch, z. B. bei den Vorbereitungstreffen, der Leitgedanke der Aktion „Kinder helfen Kindern“ in den Vordergrund gestellt werden. So ist es z. B. in vielen Pfarreien üblich, einen Teil der Süßigkeiten an soziale Einrichtungen zu geben.

Sternsinger-FAQ: Sternsinger-Brauchtum

Was ist Sternsingen?

Rund 300.000 Sternsinger in ganz Deutschland ziehen um den 6. Januar von Tür zu Tür, segnen Häuser und Wohnungen und sammeln Spenden für Not leidende Kinder in der ganzen Welt. Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Als Könige gekleidet zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. Das Kindermissionswerk hat den Brauch 1959 mit der Aktion Dreikönigssingen wieder aufgegriffen und ihm ein neues Ziel gegeben. 1961 ist als weiterer Träger der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hinzugekommen. Heute ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Warum sucht man die „Heiligen Drei Könige“ in der Bibel vergeblich?

In der Bibel ist nicht von Königen, sondern von Magiern und Sterndeutern die Rede. Daraus wurden im 6. Jahrhundert Könige. Man nahm an, dass nur Könige Königsgeschenke überreichen können. So las man es auch in den alten Weissagungen der Bibel über das Kommen des Messias: „Die Könige von Tharsis werden Geschenke opfern; die Könige von Arabien und Saba werden Gaben darbringen ... es werden ihn alle Könige der Erde anbeten, alle Völker ihm dienen”  (Psalm 72,10). Auf Bildern sind die Magier seit dem 10. Jahrhundert als Könige dargestellt.



Hier finden Sie noch weitere spannende Hintergründe zu den Heiligen Drei Königen.

Was bedeutet der Segen 20*C+M+B+17?

Bei ihren Hausbesuchen schreiben die Sternsinger den Segen mit gesegneter Kreide über die Türen: 20*C+M+B+17. Das aktuelle Jahr, in dem Fall 2017, steht getrennt am Anfang und am Ende. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Warum schminken sich manche Sternsinger schwarz?

Dies hängt mit sehr alten Abbildungen der Heiligen Drei Könige zusammen. Seit dem 8. Jahrhundert gibt es in der Kunst Darstellungen, die einen schwarzen König zeigen. Zuerst war das Caspar, später Melchior. Hintergrund war, dass die drei Könige die damals bekannten drei Erdteile Europa, Afrika und Asien repräsentierten. Der schwarze König stand für Afrika. Wenn diese Tradition von Sternsingern fortgeführt wird, macht das eine christliche Überzeugung sichtbar: Mit der Geburt Jesu wird Gott Mensch für alle Menschen weltweit – egal, welche Hautfarbe sie haben. Wenn also ein schwarz geschminkter Sternsinger durch ein Dorf oder den Stadtteil zieht, soll das zum Ausdruck bringen, dass die Weihnachtsbotschaft damals wie heute für alle Menschen gilt, ganz gleich, welche Hautfarbe sie haben.

Manche Sternsinger verzichten darauf, sich schwarz zu schminken. Oft hat das ganz einfache Gründe: Viele Kinder finden die Schminke unangenehm oder vertragen sie einfach nicht; andere möchten auf Fotos auch gerne wiedererkannt werden, z.B. beim Sternsingerempfang des Bürgermeisters oder des Bundespräsidenten.

Warum gibt es kritische Stimmen zum Schminken beim Sternsingen?

Immer wieder gibt es Diskussionen über den schwarzen König. Einerseits kann es passieren, dass sich Menschen durch das Schminken an das sogenannte „Blackfacing“ erinnert fühlen und sich deshalb beschweren. Dabei hat das „Blackfacing“ nichts mit dem Sternsingen zu tun: Es handelt sich nämlich dabei um eine rassistisch geprägte Maskerade, die im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten von Amerika entstand. Dabei malten sich weiße Menschen das Gesicht schwarz und spielten in abwertender Weise einen Schwarzen.

Andererseits gibt es Menschen, die befürchten, dass eine alte Tradition verloren gehen könnte, wenn sich die Kinder beim Sternsingen nicht schwarz schminken.

Letztlich entscheiden die Sternsingergruppen je nach Situation selbst, wie sie sich verhalten – eine Vorschrift gibt es dazu nicht.

Sprechen Sie uns an!

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche zur Sternsingeraktion? So erreichen Sie uns!

0241.44 61-14