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Alle Fragen rund ums Sternsingen

Sternsinger-FAQ


Jedes Jahr erreichen uns im Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ zahlreiche Fragen rund um die Aktion Dreikönigssingen. Die wichtigsten haben wir hier für Sie beantwortet. Wenn Sie weitere Fragen oder Vorschläge haben, können Sie gerne Kontakt zu uns aufnehmen.

Sternsingen ganz praktisch

Welche Kinder dürfen Sternsinger werden?

Alle Kinder sind herzlich eingeladen, beim Sternsingen mitzumachen. In vielen Pfarrgemeinden engagieren sich Kommunionkinder, Kinder aus Jugendverbänden, Messdienergruppen oder Kinderchören. Neben den Sternsingern selbst sind ältere Jugendliche und Erwachsene als Begleiter bei der Aktion dabei. Auch Kinder, die auf der Flucht nach Deutschland gekommen sind, haben schon beim Sternsingen mitgemacht. Mehr dazu lesen Sie hier.

Können auch evangelische Kinder beim Sternsingen mitmachen?

Ja, und sie tun das schon seit langem! Als Brauchtum hat das Sternsingen seine Wurzeln in der katholischen Kirche. Hier hat auch seit 1959 die Aktion Dreikönigssingen ihren Ort. Die Aktion Dreikönigssingen ist ein Markenzeichen und rechtlich geschützt. Dafür, dass ihre Spielregeln respektiert werden, setzen sich die Träger – das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – konsequent ein. Wir freuen uns über alle, die bei der Aktion Dreikönigssingen mitmachen.

Woran erkennt man „echte“ Sternsinger?

Zum Schutz der Aktion empfehlen wir, die Sternsinger oder zumindest die Begleiter mit Ausweisen auszustatten. Darauf sollte in der Pfarrei hingewiesen werden. Die Ausweise können Sie in der gewünschten Anzahl beim Kindermissionswerk bestellen. Mit dem Stempel der Pfarrei kennzeichnen sie eine Sternsingergruppe als „echt“.

Sind die Sternsinger auf ihrem Weg von Haus zu Haus versichert?

Veranstalter der Aktion vor Ort ist die Pfarrei. Die Sternsinger und ihre Begleiter sind während der Aktion Dreikönigssingen ehrenamtliche Mitarbeiter der Pfarrei und so auch während des Sternsingens über die sogenannte Sammelversicherung der jeweiligen Diözese versichert. Sollte etwas passieren, gilt folgendes: Bitte so bald wie möglich den verantwortlichen Pfarrer und das Pfarrbüro informieren. Hier gibt es dann auch weitere Hilfe.
 Zu beachten sind die Regeln der Aufsichtspflicht und der Haftpflicht: Alle Leiterinnen und Leiter von Kinder- und Jugendgruppen tragen Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, die sie beaufsichtigen. Das Kindermissionswerk empfiehlt allen minderjährigen Betreuern die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter.

Wie alt sollten die Sternsinger und ihre Begleiter sein?

Vielerorts sind Kinder beim Sternsingen dabei, die noch nicht zur Schule gehen. Doch Sternsinger sind nicht einfach „niedlich“. Sie bringen den Segen des menschgewordenen Gottes und setzen sich für Altersgenossen in Not ein. Diese Verantwortung sollte den Kindern und Jugendlichen durchaus bewusst sein. Wenn Sie die Aktion vor Ort durchführen, sollten Sie dafür sorgen, dass alle Sternsinger verstehen und auch anderen erzählen können, was der Sinn ihres Tuns ist. Das Mindestalter für Begleiter ist nicht gesetzlich festgelegt. Wer die Sternsinger begleiten kann, muss aufgrund der persönlichen Reife entschieden werden. Auch die Begebenheiten vor Ort spielen eine wichtige Rolle.

Geld und Spenden

Wohin geht das gesammelte Geld?

Mit dem Geld, das die Sternsinger sammeln, unterstützt die Aktion Dreikönigssingen jährlich mehr als 2.000 Projekte für Kinder in Not. Eine Vergabekommission prüft und bewilligt dafür Projektanträge aus aller Welt. Der Jahresbericht zeigt, wo die Hilfe der Sternsinger greift. Einen pädagogischen Schwerpunkt setzt die Aktion Dreikönigssingen mit Beispielland und Motto. So soll den Sternsingern die Lebenssituation von Kindern am konkreten Beispiel eines Landes nahegebracht werden. Gesammelt wird aber nicht nur für dieses eine Land, sondern für alle Projekte.

Muss das gesamte Geld ans Kindermissionswerk geschickt werden?

Alle in den Pfarreien gesammelten Spenden müssen ans Kindermissionswerk überwiesen werden. So hat es die Deutsche Bischofskonferenz in der „Ordnung für die Aktion Dreikönigssingen“  eindeutig festgelegt.

Hier können Sie eine PDF-Datei der Bischöflichen Ordnung ansehen oder herunterladen.


Die Aktion Dreikönigssingen lebt vom Einsatz vieler Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Damit eine so große Bewegung transparent und vertrauenswürdig bleibt, muss es Grundsätze und Regeln geben. Sie sorgen dafür, dass die Hilfe genau dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Sternsinger-Brauchtum

Was ist Sternsingen?

300.000 Sternsinger in ganz Deutschland ziehen um den 6. Januar von Tür zu Tür, segnen Häuser und Wohnungen und sammeln Spenden für Not leidende Kinder in der ganzen Welt. Das Sternsingen ist ein alter Brauch, der bis ins Mittelalter zurückreicht. Als Könige gekleidet zogen Jungen durch die Gassen und spielten den Zug zur Krippe nach. Das Kindermissionswerk hat den Brauch 1959 mit der Aktion Dreikönigssingen wieder aufgegriffen und ihm ein neues Ziel gegeben. 1961 ist als weiterer Träger der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hinzugekommen. Heute ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder.

Warum sucht man die „Heiligen Drei Könige“ in der Bibel vergeblich?

In der Bibel ist nicht von Königen, sondern von Magiern und Sterndeutern die Rede. Daraus wurden im 6. Jahrhundert Könige. Man nahm an, dass nur Könige Königsgeschenke überreichen können. So las man es auch in den alten Weissagungen der Bibel über das Kommen des Messias: „Die Könige von Tharsis werden Geschenke opfern; die Könige von Arabien und Saba werden Gaben darbringen ... es werden ihn alle Könige der Erde anbeten, alle Völker ihm dienen.” Auf Bildern sind die Magier seit dem 10. Jahrhundert als Könige dargestellt.



Hier finden Sie noch weitere spannende Hintergründe zu den Heiligen Drei Königen.

Was bedeutet der Segen 20*C+M+B+17?

Bei ihren Hausbesuchen schreiben die Sternsinger den Segen mit gesegneter Kreide über die Türen: 20*C+M+B+17. Das aktuelle Jahr, in dem Fall 2017, steht getrennt am Anfang und am Ende. Der Stern steht für den Stern, dem die Weisen aus dem Morgenland gefolgt sind. Zugleich ist er Zeichen für Christus. Die Buchstaben C+M+B stehen für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Die drei Kreuze bezeichnen den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Warum schminken sich manche Sternsinger schwarz?

Dies hängt mit sehr alten Abbildungen der Heiligen Drei Könige zusammen. Seit dem 8. Jahrhundert gibt es in der Kunst Darstellungen, die einen schwarzen König zeigen. Zuerst war das Caspar, später Melchior. Hintergrund war, dass die drei Könige die damals bekannten drei Erdteile Europa, Afrika und Asien repräsentierten. Der schwarze König stand für Afrika. Wenn diese Tradition von Sternsingern  fortgeführt wird, macht das eine christliche Überzeugung sichtbar: Mit der Geburt Jesu wird Gott Mensch für alle Menschen weltweit – egal, welche Hautfarbe sie haben. Wenn also ein schwarz geschminkter Sternsinger durch ein Dorf oder den Stadtteil zieht, soll das zum Ausdruck bringen, dass die Weihnachtsbotschaft damals wie heute für alle Menschen gilt, ganz gleich, welche Hautfarbe sie haben.

Manche Sternsinger verzichten darauf, sich schwarz zu schminken. Oft hat das ganz einfache Gründe: Viele Kinder finden die Schminke unangenehm oder vertragen sie einfach nicht; andere möchten auf Fotos auch gerne wiedererkannt werden, z.B. beim Sternsingerempfang des Bürgermeisters oder des Bundespräsidenten.

Warum gibt es kritische Stimmen zum Schminken beim Sternsingen?

Immer wieder gibt es Diskussionen über den schwarzen König. Einerseits kann es passieren, dass sich Menschen durch das Schminken an das sogenannte „Blackfacing“ erinnert fühlen und sich deshalb beschweren. Dabei hat das „Blackfacing“ nichts mit dem Sternsingen zu tun: Es handelt sich nämlich dabei um eine rassistisch geprägte Maskerade, die im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten von Amerika entstand. Dabei malten sich weiße Menschen das Gesicht schwarz und spielten in abwertender Weise einen Schwarzen.

Andererseits gibt es Menschen, die befürchten, dass eine alte Tradition verloren gehen könnte, wenn sich die Kinder beim Sternsingen nicht schwarz schminken.

Letztlich entscheiden die Sternsingergruppen je nach Situation selbst, wie sie sich verhalten – eine Vorschrift gibt es dazu nicht.

Sprechen Sie uns an!

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Wünsche zur Sternsingeraktion? So erreichen Sie uns!

0241.44 61-14